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Hamburg & Schleswig-HolsteinTarifverhandlungen für kommunale Busunternehmen vertagt

18.08.2026, 14:26 Uhr
Die-erste-Runde-der-Tarifverhandlungen-im-oeffentlichen-Nahverkehr-in-Schleswig-Holstein-brachte-noch-kein-Ergebnis

Die Gewerkschaft Verdi fordert mehr Geld für rund 1.800 Bus-Beschäftigte. Warum der Arbeitgeberverband die Forderungen für zu hoch hält und wie es weitergeht.

Lübeck (dpa/lno) - Bei den Tarifverhandlungen für die Beschäftigten im Nahverkehr Schleswig-Holstein hat es in der ersten Runde in Lübeck keine Einigung gegeben. Als einen Grund nannte der Kommunale Arbeitgeberverband Schleswig-Holstein (KAV.SH) die Forderung der Gewerkschaft Verdi, für Verdi-Mitglieder eine Sonderzahlung von 650 Euro im Jahr zu vereinbaren. Das wäre Satzungswidrig, argumentierte der Verband. "Unabhängig davon machen wir als Arbeitgeber keinen Unterschied zwischen Gewerkschaftsmitgliedern und Beschäftigten, die keiner Gewerkschaft angehören. Gleiches Geld für gleiche Arbeit ist aus unserer Sicht der faire und richtige Weg", so der Verbandsgeschäftsführer des KAV SH, Jan Jacobsen.

Die Gewerkschaft fordert außerdem für die rund 1.800 Beschäftigten der öffentlichen Busunternehmen in Kiel, Lübeck, Flensburg und Neumünster 6,5 Prozent mehr Einkommen bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Gesamtforderung sei aus Sicht der Unternehmen zu hoch, teilte der Arbeitgeberverband mit.

Verdi argumentierte dagegen, die Beschäftigten hätten in den vergangenen Jahren trotz hoher Belastungen zuverlässig ihren Dienst geleistet und damit dafür gesorgt, dass der öffentliche Nahverkehr funktioniere. Diese Leistung müsse sich jetzt auch im Geldbeutel widerspiegeln, hatte Verdi-Verhandlungsführer Sascha Bähring vor der Verhandlung mitgeteilt. "Wir wünschen uns für die nächste Verhandlungsrunde ein konkretes Angebot", sagte er anschließend.

Die Verhandlungen sollen am 3. September in Kiel fortgesetzt werden.

Quelle: dpa

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