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Hamburg & Schleswig-HolsteinVerein: Mieter lassen sich zunehmend wegen Hitze beraten

13.08.2026, 05:02 Uhr
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Es ist zu warm: Der Mieterverein zu Hamburg schätzt, dass es deshalb dieses Jahr rund 120 Anfragen von Mietern gegeben hat. Die Möglichkeiten sind allerdings begrenzt.

Hamburg (dpa/lno) - Wegen unerträglicher Hitze in ihren Wohnungen suchen häufiger Hamburger Rat beim Mieterverein. Der Leiter der Rechtsabteilung des Mietervereins zu Hamburg, Stefan Schmalfeldt, berichtete, es gebe "im Vergleich zu den Vorjahren vermehrte Anfragen, die häufig telefonisch gestellt werden". Schmalfeldt schätzt, rund 120 Anfragen hätten den Verein dieses Jahr erreicht - häufig von Mietern in Dachgeschosswohnungen. Eine entsprechende Statistik zu den Anfragen führt der Mieterverein allerdings nicht.

In Hamburg war es vor allem im Juni überdurchschnittlich heiß. Der Deutsche Wetterdienst zählte in dem Monat sechs sogenannte Hitzetage mit einer Temperatur von mindestens 30 Grad.

Mietminderungen lassen sich schwer durchsetzen

Schmalfeldt sagte, Mieter könnten von Vermietern nicht verlangen, Rollläden, Markisen und Jalousien einzubauen. Falls Mieter selbst Rollläden einbauen wollten, brauchten sie eine Zustimmung des Vermieters. "Die rechtlichen Möglichkeiten für die Mieterseite sind grundsätzlich eingeschränkt."

Mietminderungen wegen Hitze lassen sich Schmalfeldt zufolge schwer durchsetzen, weil es bisher keine rechtlichen Vorgaben für eine Höchsttemperatur in Wohnräumen gibt. Schmalfeldt vermutet jedenfalls, dass ein Mangel vorliegen könne, falls die Raumtemperatur in einer Hitzeperiode kaum unter 26 Grad abkühle. Dies müsse der Mieter aber zuerst beweisen. Der Mieterverein habe dieses Jahr keine Mietminderung wegen Hitze durchgesetzt.

Dachverband fordert gesetzliche Höchsttemperatur

Der Dachverband Deutscher Mieterbund fordert eine gesetzliche Höchsttemperatur von 26 Grad für Mietwohnungen, eine Beweislasterleichterung in Verfahren und dass Mieter das Recht erhalten, bauliche Veränderungen vorzunehmen, um sich vor Hitze zu schützen.

Quelle: dpa

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