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Hamburg & Schleswig-HolsteinWarnstreik legt Stadtbusse in Schleswig-Holstein lahm

21.09.2026, 10:22 Uhr
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(Foto: Marcus Brandt/dpa)

In Kiel, Lübeck, Flensburg und Neumünster stehen seit dem Morgen die Busse still. Rund 1.800 Beschäftigte sind im Warnstreik – bis Dienstagfrüh rollt kein Stadtbus.

Kiel (dpa/lno) - Seit dem Morgen brauchen Pendlerinnen und Pendler in Schleswig-Holsteins vier kreisfreien Städten Kiel, Lübeck, Flensburg und Neumünster erneut eine Alternative zum Stadtbus. Grund ist ein am Morgen angelaufener Warnstreik. "Der öffentliche Nahverkehr ist zum Erliegen gekommen in den Städten", sagte ein Sprecher der Gewerkschaft Verdi am Vormittag. Sei dem Morgen stehen die Busse still.

Grund für die erneute Aktion, die bis Schichtende in der Nacht zum Dienstag andauern soll, ist die laufende Tarifauseinandersetzung. Rund 1.800 Beschäftigte legen ihre Arbeit nieder. Erst am Dienstagmorgen sollen in Kiel, Lübeck, Flensburg und Neumünster wieder Stadtbusse fahren.

Warum wird gestreikt?

Anfang September hatte es in der zweiten Verhandlungsrunde keine Einigung gegeben. "Die Aktion soll ein Warnschuss für die nächste Verhandlungsrunde am Dienstag sein", sagte der Gewerkschaftssprecher. "Wir sind verhandlungsbereit, wenn die öffentlichen Arbeitgeber ein vernünftiges Angebot auf den Tisch legen."

Die Gewerkschaft Verdi fordert eine Erhöhung der Entgelte um 6,5 Prozent für alle Beschäftigten, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Für Gewerkschaftsmitglieder will Verdi eine Vorteilsregelung in Höhe von 650 Euro jährlich.

Was bieten die Arbeitgeber?

Der kommunale Arbeitgeberverband hat ein Angebot in Höhe von 4,4 Prozent für 24 Monate vorgelegt. Geschäftsführer Jan Jacobsen verweist darauf, dass die Tarifverhandlungen zum Manteltarif im Frühjahr den Beschäftigten finanzielle Verbesserungen gebracht hätten wie höhere Zuschläge. Bereits im Frühjahr waren während der Auseinandersetzung deshalb mehrfach Stadtbusse nicht gefahren.

Fortgesetzt werden die Gespräche am Dienstag (10.00 Uhr) in Kiel.

Quelle: dpa

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