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HessenDLRG rät nach Unfall: Schwimmwesten für Kinder ein Muss

13.08.2026, 15:29 Uhr
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Warum Schwimmflügel den Kleinen nicht genügend Sicherheit bieten - und was im Notfall wirklich zählt.

Wiesbaden (dpa/lhe) - Bei einer Bootsfahrt oder auf dem Paddleboard sollten Kinder zur Sicherheit immer Schwimmwesten tragen. "Die empfehlen wir allen, die nicht sicher schwimmen können, insbesondere Kindern", sagte der Präsident der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft Hessen in Wiesbaden, Michael Hohmann, nach einem Schlauchbootunfall am Twistesee in Bad Arolsen.

Diese ärmellosen Westen sitzen sicher und geben Auftrieb. Von Schwimmflügeln rät der Fachmann dagegen ab: Zum Beispiel beim Sprung ins Wasser könnten diese von den Armen rutschen. Laut Hohmann kann etwa jedes zweite Kind bei Abschluss der Grundschule nicht sicher schwimmen.

Was tun im Notfall?

Ist ein Mensch im Wasser in Not oder gar untergegangen, sollten sofort die Rettungskräfte alarmiert werden. "Nicht erst fünf Minuten selbst suchen, das ist verlorene Zeit", so der Rat des Fachmanns. Zudem solle sich der Ort des Untergangs gemerkt werden. Dies funktioniere am besten von Land aus. Dort sollten Menschen an zwei verschiedenen Orten bis zum Eintreffen der Rettungskräfte mit ausgestrecktem Arm auf die entsprechende Stelle zeigen.

Im Twistesee in Bad Arolsen war am Mittwochnachmittag ein neunjähriges Kind von einem Schlauchboot ins Wasser gefallen und ertrunken. Details des tragischen Vorfalls sind noch unklar, die Kriminalpolizei muss nun unter anderem klären, ob der Junge schwimmen konnte und ob er eine Schwimmhilfe trug.

Quelle: dpa

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