HessenFeuerwehr kämpft bei Hitze und Wind gegen Waldbrände

Dichter Rauch und mehrere Brandherde: Die Feuerwehr kämpft gleich gegen mehrere Waldbrände in Hessen. Hitze und Wind machen den Einsatzkräften das Leben schwer.
Rodenbach/Bad Schwalbach (dpa/lhe) - Mehrere Waldbrände in Hessen haben die Feuerwehr in Atem gehalten. Betroffen waren Waldstücke im südosthessischen Main-Kinzig-Kreis sowie im südhessischen Rheingau-Taunus-Kreis. Dabei erschwerten hohe Temperaturen und Wind die Löscharbeiten.
Gleich vor mehreren Waldbränden in einem Waldstück zwischen Ober- und Niederrodenbach warnte die Integrierte Leitstelle im Main-Kinzig-Kreis über Katwarn. Örtlich könne es auch zum Herabregnen von Brandasche kommen, hieß es. Die Ausdehnung des Feuers sei noch nicht abschätzbar, sagte ein Polizeisprecher. Auch wie der Brand ausgelöst wurde, war zunächst unklar.
Aus kleineren Feuern entwickelt sich größerer Brand
Nach Angaben eines Sprechers des Main-Kinzig-Kreises war die Feuerwehr zunächst zu drei kleineren Einsatzstellen geeilt, inzwischen habe sich aber ein größerer Brand entwickelt. An einzelnen Stellen hätten Feuer gelöscht werden können, in anderen Bereichen brenne der Wald aber weiterhin. Diese seien zudem nur schwer zugänglich. Da das Feuer noch nicht völlig unter Kontrolle sei, bleibe die Situation weiter angespannt.
Ein Dutzend Feuerwehren an Einsatz beteiligt – auch aus Bayern
Zur Erkundung der Lage sei zwischenzeitlich auch ein Polizeihubschrauber in der Luft gewesen. Rund ein Dutzend Feuerwehren aus Rodenbach und Umgebung waren dem Sprecher zufolge an dem Einsatz beteiligt, auch um Kameraden abzulösen. Darunter waren auch Einsatzkräfte aus Bayern. Um die Wasserversorgung zu sichern, seien sechs große Abrollbehälter mit je 10.000 Litern Fassungsvermögen bereitgestellt worden.
Am Montag herrschte laut Waldbrandgefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes mit Ausnahme von Hessens höchstem Berg Wasserkuppe (mittlere Gefahr) hessenweit eine hohe oder sehr hohe Waldbrandgefahr.
Vorübergehend auch Ferienhaussiedlung in Gefahr
Die Menschen wurden aufgefordert, das betroffene Gebiet möglichst zu meiden, Fenster und Türen zu schließen sowie Lüftungen und Klimaanlagen abzuschalten. Zudem sollten die Zugangswege zu der Brandstelle freigehalten werden.
Das Feuer habe sich zunächst auch in Richtung einer im Wald gelegenen Ferienhaussiedlung ausgebreitet, die jedoch auch dank des schnellen Eingreifens der Feuerwehr nicht von den Flammen betroffen gewesen sei, sagte der Polizeisprecher.
Drei Feuerwehrleute bei Waldbrand im Taunus leicht verletzt
Im Rheingau-Taunus-Kreis standen zwischen Hohenstein-Breithardt, Born und Bad Schwalbach-Adolfseck rund 8.000 Quadratmeter Wald in Flammen, hier kam es laut Brand- und Katastrophenschutz zu einem Großeinsatz, bei dem auch drei Feuerwehrleute leicht verletzt worden seien. Die Feuerwehrkräfte konzentrierten sich zunächst darauf, eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Am Nachmittag hieß es dann, der Brand sei unter Kontrolle. Auch hier wurde die Bevölkerung aufgerufen, den Bereich zu meiden und Zugangswege zur Brandstelle freizuhalten.