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HessenHonigertrag nur knapp unter Rekordjahr

27.09.2026, 03:31 Uhr
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(Foto: Alina Grünky/dpa)

Hitze und Trockenheit haben den Bienen geschadet. Trotzdem liegt die hessische Honigernte im Jahresdurchschnitt.

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Die hessischen Imker und Imkerinnen dürften mit ihrer Honigernte zufrieden sein: Laut dem Bieneninstitut Kirchhain und dem Deutschen Imkerverband liegt sie mit durchschnittlich 39,7 Kilo pro Bienenvolk nur geringfügig unter den 41,4 Kilo des Rekordjahres 2025.

Im Frühjahr habe der reichliche Regen in Kombination mit Sonne für eine üppige Vegetation gesorgt, erklärten die Experten. Sogenannte Trachtpflanzen wie Obstbäume, Raps oder Löwenzahn konnten den Bienen deshalb reichlich Nektar liefern. Trachtpflanzen haben ein besonders hohes Angebot an Nektar, Pollen und Honigtau. Deshalb sei die Frühjahrsernte so gut ausgefallen.

Die Zahlen zur Sommerernte liegen zwar bisher nicht abschließend vor. Hitze und Trockenheit hätten sich jedoch spürbar negativ ausgewirkt. "Die guten Erntezahlen dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Hitze und Trockenheit die Imkerei vor enorme Herausforderungen stellen", hieß es vom Deutschen Imkerbund.

Pflanzen blühten wegen Trockenheit kürzer

Wegen der Hitze blühten die Pflanzen demnach kürzer, bei Trockenheit stellten sie ihre Nektarproduktion ein. Den Bienen fehle dann wichtige Nahrung. Die verkürzten Blühzeiten machten es den Imkerinnen und Imkern zudem schwieriger, Sortenhonige zu ernten, erklärte der Deutsche Imkerbund: "Das schränkt die Vielfalt im Honigangebot ein und stellt auch ein finanzielles Problem dar, da Sortenhonige in der Regel höherpreisig sind."

Aber auch auf die Bienen selbst wirke sich die Hitze aus, berichtete Anton Wittersheim, zweiter Vorsitzender des Landesverbands Hessischer Imker: "Die Bienen mussten sich mehr um die Kühlung ihres Bienenstocks kümmern." Hinzu kämen äußere Feinde wie die Asiatische Hornisse. Sie dringe in den Stock ein und versetze die Bienen in Unruhe und Alarmbereitschaft. Die Folgen: höherer Nahrungsverbrauch, weniger Honig.

Quelle: dpa

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