HessenStadt Fulda zufrieden mit Waffenverbotszone

43 sichergestellte Messer, mehr als 1.600 Kontrollen: Wie sieht die Stadt den Erfolg des Sicherheitskonzepts nach einem Jahr?
Fulda (dpa/lhe) - Nach einem Jahr Waffenverbotszone in der Fuldaer Innenstadt ziehen Polizei und Stadt eine positive Bilanz. Die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger befürworte die Maßnahme, teilten sie mit. In den Verbotszonen gelten demnach strenge Verbote für das Führen von Waffen und Messern.
In den letzten zwölf Monaten seien mehr als 1.600 Menschen kontrolliert worden, dabei habe die Polizei 40 Verstöße festgestellt. In sechs Fällen seien Strafverfahren und in 34 Fällen Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet worden. Laut Mitteilung wurden 43 Gegenstände sichergestellt, davon überwiegend Messer.
"Erhöhte Sicherheit bei Bürgerinnen und Bürgern"
Die Anzahl der sichergestellten Waffen belege, dass die Verbotszone sinnvoll gewesen sei, sagte Fuldas Bürgermeister Dag Wehner. Dadurch habe man in der Fuldaer Innenstadt auch ohne konkreten Anlass Kontrollen durchführen können. "Die bewährte Zusammenarbeit von Stadtpolizei und Landespolizei trägt auch hier Früchte und erhöht die Sicherheit bei den Bürgerinnen und Bürgern." Die Stadt teilte zudem mit, dass sie die Zone in der Innenstadt weiterhin beibehalten möchte.
Nach Angaben der Polizei haben Waffenverbotszonen eine hohe präventive Wirkung, da sie den Ordnungsbehörden zusätzliche Kontrollmöglichkeiten geben. Das führe zu Abschreckungseffekten und bekämpfe Gewaltkriminalität.