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Hessen"Wir werden definitiv in diesem Jahr weniger Äpfel haben"

30.08.2026, 03:01 Uhr
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Hitze und Trockenheit setzen Hessens Apfelbäumen zu. Warum die Landwirte mit Ernteeinbußen rechnen - und weshalb auch das vergangene Jahr eine Rolle spielt.

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Angesichts der Hitze und Trockenheit in diesem Sommer stellen sich die hessischen Bauern auf Einbußen bei der Apfelernte ein. "Wir werden definitiv in diesem Jahr weniger Äpfel haben", sagt Esther Wernien vom hessischen Bauernverband. Wie bei allen pflanzlichen Kulturen stehe auch die Apfelernte in der aktuellen Saison unter dem Zeichen der Trockenheit und Dürre.

Wie hoch die Verluste genau seien, "wird sich im Laufe der Ernte zeigen, wenn man dann wirklich die Schäden beziffern kann". Aber es werde definitiv Trockenschäden geben - aber auch ganz massive Schäden durch Sonnenbrand.

Schäden sind abhängig von Sorte und Lage

Solche Schäden seien sortenabhängig und natürlich davon abhängig, wo der Baum stehe - etwa in Südlage - und davon, wie alt und in welchem Zustand der Baum sei. Augenscheinlich seien Sorten wie Cox Orange oder Elstar eher anfällig für Sonnenbrand.

Zudem komme es auch zu kleineren Früchten aufgrund des Wassermangels, dies führe ebenfalls zu einem Ertragsrückgang. "Hier können bei den späten Sorten die aktuellen Regenereignisse noch helfen", sagt die Agrarwissenschaftlerin. Die frühen Sorten seien bereits in der Ernte.

Aktuelle Ernte startete recht früh

Die Apfelernte in Hessen startete in der aktuellen Saison relativ früh. "Dieses Jahr ging es überdurchschnittlich früh los, die ersten Betriebe sind - glaube ich - schon seit Ende Juli dabei", sagt die Expertin.

Generell würden aber die Äpfel - oder auch Birnen - die unbeschadet oder relativ unbeschadet durch den heißen Sommer gekommen sind, in dieser Saison eher süß ausfallen. "Durch die Sonne konnte dann auch natürlich viel Zucker eingelagert werden."

Phänomen Alternanz

Ein weiterer Grund, warum die Ernte in dieser Saison wohl geringer ausfallen wird, ergibt sich auch aus dem vergangenen Jahr. Denn: Auf eine gute Ernte folgt meistens ein schwächeres Folgejahr. Der Fachbegriff dafür lautet: Alternanz. "Naturgemäß gibt es nach dem guten letzten Jahr nun weniger Äpfel", erklärt Wernien. Das komme nun auch noch zusammen mit der Trockenheit und Hitze.

Quelle: dpa

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