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Mecklenburg-VorpommernBernhardt mahnt zu Vorsicht bei dubiosen Geldforderungen

12.12.2023, 12:51 Uhr
Jacqueline-Bernhardt-spricht
(Foto: Jens Büttner/dpa)

Schwerin (dpa/mv) - Mecklenburg-Vorpommerns Verbraucherschutzministerin Jacqueline Bernhardt hat wegen Telefon- und Internetbetrügern zu besonderer Vorsicht aufgerufen. "Die Betrugsversuche werden immer perfider und vielfältiger. Gerade jetzt in der Adventszeit tauchen SMS, WhatsApp-Mitteilungen oder auch E-Mails auf, mit denen Verbraucher um Geld betrogen werden sollen", begründete Bernhardt am Dienstag ihren Appell.

So gebe es eine Vielzahl von Hinweisen zu solch betrügerischen Nachrichten. Wie die Chefin der Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommerns, Wiebke Cornelius, mitteilte, hat sich die Zahl der Anfragen dazu in den Beratungsstellen in diesem Jahr mehr als verdoppelt. Weit verbreitet sei die Methode, dass das vermeintliche Kind eine neue Telefonnummer habe und in einer Notlage stecke, weshalb Geld überwiesen werden solle, erklärte Bernhardt.

Nach Angaben von Innenminister Christian Pegel (SPD) richtete sich in den zurückliegenden beiden Wochen ein internationaler Polizei-Einsatz gegen den sogenannten Enkeltrickbetrug. Daran seien Ermittler aus allen 16 Bundesländern, des Bundeskriminalamtes, aus Polen, Österreich, der Schweiz und Luxemburg beteiligt gewesen. "Dieser konzentrierte länderübergreifende Kräfteansatz ermöglichte es nicht nur, diverse Beteiligte dieser perfiden Betrugsform festzunehmen oder dazu beizutragen, sondern darüber hinaus die international operierenden Tätergruppierungen und -strukturen weiter aufzuhellen", erklärte der Minister.

Deutschlandweit seien im Aktionszeitraum 27 Personen ermittelt worden, die auf verschiedene Weise an Enkeltrickstraftaten beteiligt waren. Es sei ein materieller Schaden von etwa 4,2 Millionen Euro verhindert worden. Auch Pegel appellierte, bei derartigen Geldforderungen misstrauisch zu sein und Hilfe bei Bekannten oder der Polizei zu suchen.

Nach Angaben Bernhardts machen derzeit vermehrt auch Nachrichten die Runde, dass ein Paket nicht zugestellt werden könne, weil die Adresse fehle. "Hier ist besondere Vorsicht geboten, denn in der Vorweihnachtszeit werden viele Pakete verschickt. Da kann schon mal schnell der Überblick verloren gehen, und schon schnappt die Falle zu."

Auch wenn darum gebeten werde, per Link die Kontodaten einzugeben, sei größte Vorsicht geboten. "Eine seriöse Bank fordert in der Regel nicht per E-Mail und Verlinkung zur Preisgabe von Kontodaten und ähnlichem auf", betonte Bernhardt und riet zu Kontrollanrufen bei Bank, Versandhändler oder Kindern. Wer am Ende dennoch betrogen worden sei, solle nicht zögern, die Polizei einzuschalten. Grundsätzlich sei ein gesundes Misstrauen gegenüber Nachrichten von Absendern, deren Nummer unbekannt sei, angebracht, betonte Cornelius.

Quelle: dpa

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