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Mecklenburg-VorpommernBio-Bauern und -Gärtner mit Landpartie zufrieden

20.09.2026, 13:27 Uhr
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Wer frische Äpfel, Büffel-Erlebnisse oder Bauernhof-Besichtigungen mag, dürfte sich bei der Bio-Landpartie in MV wohl gefühlt haben. Fast 60 Bio-Betriebe machten mit. Wie fällt die Bilanz aus?

Schwerin (dpa/mv) - Mehrere tausend Besucherinnen und Besucher haben am Samstag einen von 57 Bio-Betrieben in Mecklenburg-Vorpommern besucht, die sich an der Bio-Landpartie beteiligt haben. Sie trafen Bio-Bauern und -Gärtner, konnten Tiere beobachten und streicheln und selbst Obst und Gemüse ernten, wie der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) in Mecklenburg-Vorpommern mitteilte. "Alle Höfe berichteten von einer guten Stimmung und einer positiven Resonanz bei den Besuchern. Es kam zu interessanten Begegnungen und anregenden Gesprächen in einer freundlichen, entspannten Atmosphäre."

Mitgemacht haben unter anderem Käsereien, Bäckereien und Mostereien, Mühlen und Fleischereien sowie Imkereien, Gärtnereien und regionale Vermarkter. Die Bio-Landpartie fand am Samstag zum 19. Mal in MV statt.

Von Hühnern, Wasserbüffeln und Mühlen

Besonderes Interesse fand demzufolge auf den Bio-Höfen die bäuerliche, ökologische Nutztierhaltung - vom Mobil-Stall für Bio-Hühner auf dem Demeterhof Hufe8 in Selow bis zur ganzjährigen Weidehaltung von Wasserbüffeln auf dem Büffelhof Seekoppel bei Rerik.

Auf dem Zeitenhof bei Mirow konnten Besucher miterleben, wie die Rinder mit Pferden auf die neue Weide getrieben wurden. Viele interessierte Besucher kamen den Angaben zufolge extra auf die Bio-Höfe mit hofeigener Verarbeitung, wie in der Hofbäckerei Wäschle und Klee in Hohenbrünzow, der Öl-Ostseemühle in Langenhanshagen bei Ribnitz-Damgarten oder der Demeter-Mühlenbäckerei Medewege bei Schwerin.

Mehr regionale Verarbeitung gefordert

Neben der Landwirtschaft richtet der BUND den Blick auf die Verarbeitung von Bio-Produkten in Mecklenburg-Vorpommern. Den Angaben zufolge sind im Land 395 verarbeitende Betriebe bio-zertifiziert. Das entspreche zwei Prozent und sei der geringste Anteil im Vergleich der Flächenländer.

Es fehlten unter anderem weitere Bio-Schlachtereien und Zerlegungsbetriebe, Brotgetreide-Mühlen sowie Verarbeitungsbetriebe für Kartoffeln und Gemüse. Auch bei den Lagerkapazitäten für Bio-Getreide, Raps, Kartoffeln und Gemüse bestehe Nachholbedarf.

Quelle: dpa

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