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Mecklenburg-VorpommernBundesweiter Warntag: MV baut Zahl der Sirenen aus

06.09.2026, 04:02 Uhr
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Am kommenden Donnerstag ist Bundesweiter Warntag. Um 11 Uhr ertönen in ganz Deutschland die Sirenen, Mobiltelefone senden Warntöne. In Mecklenburg-Vorpommern warnen 1700 Sirenen - die Zahl steigt.

Schwerin (dpa/mv) - Mecklenburg-Vorpommern sieht sich gut vorbereitet auf den Bundesweiten Warntag, der am kommenden Donnerstag stattfindet. Die wichtigsten Fragen und Antworten:

Was ist der Bundesweite Warntag?

Das ist ein gemeinsamer Aktionstag von Bund, Ländern und Kommunen und er dient der Erprobung der Warnsysteme. Er findet in der Regel jährlich am zweiten Donnerstag im September statt. Getestet wird das Zusammenspiel von Warnsystemen in Deutschland - von der zentralen Auslösung bis zur Warnung auf den verschiedenen Endgeräten. Gegen 11 Uhr wird eine Probewarnung verschickt, gegen 11.45 Uhr eine Entwarnung.

Wer ist für die Warnungen verantwortlich?

Zuständig sind auf Bundesebene das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), in den Ländern die Innenministerien und in den Kommunen die für den Katastrophenschutz zuständigen Behörden. Die Teilnahme am Bundesweiten Warntag ist freiwillig. Das bedeutet, dass nicht alle Kommunen daran teilnehmen und Warnkanäle vor Ort testen.

Wie viele Warnsirenen hat Mecklenburg-Vorpommern?

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es nach Angaben des Innenministeriums derzeit rund 1.700 Sirenen. "Gemeinsam mit dem Bund, den Landkreisen und den kreisfreien Städten arbeiten wir kontinuierlich daran, die Warninfrastruktur weiter auszubauen und die verschiedenen Warnmittel besser miteinander zu verknüpfen", sagt Innenminister Christian Pegel. Der bundesweite Warntag sei dabei ein wichtiger Baustein der Vorsorge. Er biete den zuständigen Behörden und den Einsatzkräften die Gelegenheit, die bestehenden Warnwege und technischen Abläufe unter realistischen Bedingungen zu erproben und Erkenntnisse für deren weitere Optimierung zu gewinnen. "Die vergangenen Warntage haben gezeigt, dass die Warnmöglichkeiten kontinuierlich erweitert und weiterentwickelt werden. Diesen Weg werden wir konsequent fortsetzen, denn eine leistungsfähige und erprobte Warninfrastruktur ist ein zentraler Bestandteil eines wirksamen Bevölkerungsschutzes", sagt Pegel.

Was ist im Bundesland geplant?

Der Warntag ermöglicht den Menschen, die verschiedenen Warnmittel und die damit verbundenen Informationen kennenzulernen. In vielen Kommunen sind Aktionen geplant. In Stralsund würden auch die digitalen Anzeigen der Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Rügen (VVR) im Stralsunder Stadtgebiet eine Probewarnung anzeigen, erklärt die Stadt. Zusätzlich würden die Busfahrerinnen und Busfahrer über die Leitstelle informiert und gäben eine Testdurchsage an die Fahrgäste weiter. Im Bereich Alter Markt und Hafeninsel in Stralsund werde eine Drohne mit einem Lautsprechersystem eingesetzt, die eine Probewarnung ausgebe. In Greifswald lädt die Stadt von 10.00 bis 12.00 Uhr zu einer Informationsveranstaltung in den Bürgerschaftssaal des Rathauses ein.

Was passiert an diesem Tag?

Ab 11.00 Uhr wird eine Probewarnung in Form eines Warntextes an alle am Modularen Warnsystem (Mowas) des Bundes angeschlossenen Warnmultiplikatoren geschickt, erklärt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, zum Beispiel an Rundfunksender und App-Server. Diese Multiplikatoren versenden die Probewarnung zeitversetzt an Warnkanäle wie Fernseher, Radios und Smartphones. Dort können Bürgerinnen und Bürger die Warnung lesen oder hören. Parallel können in Ländern, Kreisen und Kommunen zum Beispiel Lautsprecherwagen oder Sirenen ausgelöst werden.

Warum wurde der Bundesweite Warntag eingeführt?

Am Warntag werden die technischen Warnsysteme in Deutschland auf ihre Belastbarkeit geprüft, erklärt das Bundesamt. Durch diese bundesweite Probewarnung würden mögliche Schwachstellen in den Warnabläufen aufgedeckt. So könnten technische und organisatorische Verbesserungen gezielt umgesetzt werden, damit Warnungen im Ernstfall schnell, zuverlässig und flächendeckend die Bevölkerung erreichen. Gleichzeitig stärke der Warntag das Bewusstsein der Bevölkerung für Warnungen. Wenn Abläufe und Warnwege bekannt sind, falle es im Ernstfall leichter, richtig und schnell zu reagieren. Zu den genutzten Warnkanälen zählen unter anderem Radio, Fernsehen, Internetseiten, Social Media, digitale Anzeigetafeln, Smartphone-Apps, Cell Broadcast, Lautsprecherwagen und Sirenen.

Quelle: dpa

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