Mecklenburg-VorpommernDLRG-Zwischenbilanz: Weniger Badetote im Nordosten

Bei den hohen Temperaturen freuen sich viele Menschen über eine Abkühlung im Wasser. Aber ob Ostsee, Fluss oder Hafenbecken: Der Spaß im Wasser kann auch tödlich enden.
Schwerin (dpa/mv) - Trotz des Hitzesommers sind im Nordosten seit Jahresbeginn weniger Menschen ertrunken als in den ersten sieben Monaten des vergangenen Jahres. 16 Menschen starben in diesem Jahr beim Schwimmen oder Baden, vor allem im Juni (6) und Juli (5), wie aus neuen Zahlen der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) hervorgeht. 2025 waren von Januar bis Juli demnach 18 Menschen ertrunken.
Sieben der Menschen in Mecklenburg-Vorpommern ertranken nach DLRG-Angaben im Meer. Vier Menschen starben in Flüssen, zwei in Teichen sowie jeweils einer in einem See, Bach und Hafenbecken. 14 der 16 Opfer waren demnach männlich.
DLRG: Nachbesserungsbedarf bei der Schwimmausbildung
Bundesweit kamen der Zählung zufolge in diesem Jahr bereits 261 Menschen am und im Wasser ums Leben. Das waren 15 mehr als in den ersten sieben Monaten des Vorjahres. Besonders der Juni mit seiner Hitzewelle sticht hervor: In diesem Monat gab es 101 Todesfälle. Mehr als 100 Opfer im Juni habe es zuletzt im Jahr 2003 gegeben, hieß es.
"Infolge von leichtsinnigem Verhalten – oft in Verbindung mit Alkohol und anderen Drogen – kommt es unter Jungen und jungen Männern immer wieder zu Badeunfällen", sagte DLRG-Präsidentin Ute Vogt. Andere könnten nicht oder kaum schwimmen und begäben sich völlig unnötig in Lebensgefahr.
Sicher schwimmen zu können, sei die beste Vorbeugung gegen das Ertrinken. Dort aber sieht die DLRG große Probleme. "Wir gehen davon aus, dass weiterhin die Mehrheit der Kinder die Grundschule verlässt, ohne ein Schwimmabzeichen abgelegt zu haben beziehungsweise das zu können", sagte Vogt.