Mecklenburg-VorpommernDRK-Landesverband: Erste Hilfe trotz Corona-Krise notwendig

Schwerin (dpa/mv) - Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) in Mecklenburg-Vorpommern hat dazu aufgerufen, auch in der Corona-Krise im Notfall Erste Hilfe zu leisten. Wie der Landesverband mitteilte, seien viele Menschen in der aktuellen Situation in Bezug auf die Erste Hilfe verunsichert oder hätten Angst vor einer Ansteckung. "Die gesetzliche Pflicht zur Ersten Hilfe besteht auch trotz des Risikos einer Ansteckung, jedoch gibt es in der aktuellen Situation einige Besonderheiten", erklärte Bernd Müllejans, DRK-Landesarzt in Mecklenburg-Vorpommern.
Grundsätzlich stehe die eigene Sicherheit immer an erster Stelle, dennoch gebe es auch jetzt verschiedene Möglichkeiten, zu helfen: In jeden Fall könne mit dem Betroffenen kommuniziert, der Notruf (112) gewählt und bei dem Verletzten oder Erkrankten verweilt werden, bis der Rettungsdienst eingetroffen ist. Dabei sollte, wenn möglich, der Sicherheitsabstand von 1,50 Meter eingehalten werden. Dies liege aber im Ermessen der helfenden Person und daran, welche Hilfeleistung erforderlich ist.
Bei einem Herz-Kreislaufstillstand könne in der Laienreanimation auf die Mund-zu-Mund- oder Mund-zu-Nase-Beatmung verzichtet und nur die Herzdruckmassage durchgeführt werden. Dann sollte 100 bis 120 Mal pro Minute ohne Unterbrechung gedrückt werden.
"Verspüren Sie bei sich selbst Anzeichen, die auf einen Schlaganfall, einen Herzinfarkt oder eine andere schwere Erkrankung hindeuten, dürfen Sie nicht zögern, sich behandeln zu lassen", ergänzte Müllejans. Die Rettungsdienste und Krankenhäuser seien auf den Umgang mit der Pandemie gerüstet. Aus Angst vor Corona, im Notfall keine Hilfe zu holen, sei falsch.