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Mecklenburg-VorpommernNeubauer: "Werden uns verteidigen, komme, was wolle"

18.09.2026, 16:58 Uhr
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Wunderkerzen statt Feuer legen: Zwei Tage vor der Landtagswahl hat die Aktivistin Luisa Neubauer deutliche Worte an die Menschen im Land gerichtet. Die AfD könnte am Sonntag stärkste Kraft werden.

Schwerin (dpa/mv) - Bei einer Kundgebung des Bündnisses "Zusammen bewegen" hat die Umweltaktivistin Luisa Neubauer kurz vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern zu klarer Haltung gegenüber der AfD aufgerufen. "Wir werden uns verteidigen, komme, was wolle", sagte sie auf dem Marktplatz in Schwerin. Das gelte für Klimakatastrophen wie für Demokratiefeinde. "Sie wollen Feuer legen, wir bringen Wunderkerzen. Sie haben Hass, wir haben Haltung."

Es sei okay, Angst zu haben. "Es sollte nur nicht diese Angst sein, die entscheidet, was wir tun und wohin wir gehen und was wir möglich machen werden und für welche Zukunft wir kämpfen."

Rund 200 Menschen nahmen den Veranstaltern und der Polizei zufolge an der Demonstration teil. Auf Plakaten waren Sätze zu lesen wie "Lasst euch nicht das Blaue vom Himmel versprechen" oder "Lebe so, dass die AfD was dagegen hat". Auch die Grünen-Spitzenkandidatin Claudia Müller, Grünen-Bundesvorsitzende Franziska Brantner und Grünen-Bundestagsfraktionschefin Katharina Dröge waren vor Ort.

"Durch und durch radikalisierter Verband"

"Eine rechtsextreme Partei Deutschlands steht kurz davor, politische Verantwortung zu übernehmen", erklärte Neubauer. "Und das ist kein gemäßigter Landesverband, was auch immer das sein soll. Das ist ein durch und durch radikalisierter Verband." Dieser spreche offen und transparent darüber, politische Gegner zu verfolgen, Minderheiten auszugrenzen sowie Rechte und Freiheiten einzuschränken.

Eine Einstufung des AfD-Landesverbandes durch den Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch liegt anders als in anderen Bundesländern in Mecklenburg-Vorpommern nicht vor. Im Gegensatz zu anderen Ländern macht die Behörde der hiesigen Gesetzeslage entsprechend zu etwaigen extremistischen Verdachtsfällen keine Angaben. Bundesweit wird die AfD als Verdachtsfall beobachtet.

In den Umfragen liefern sich SPD und AfD ein Kopf-an-Kopf-Rennen. In einer jüngsten Befragung im Auftrag des ZDF war die SPD auf 37 Prozent gekommen, die AfD auf 36 Prozent.

Quelle: dpa

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