Mecklenburg-VorpommernSchwesig startet Wahlkampftour in MV - Streit um Plakate

Der Landtagswahlkampf in Mecklenburg-Vorpommern gewinnt buchstäblich an Fahrt. Die Kandidaten touren durchs Land - und das Aufhängen von Wahlplakaten hat schon den ersten Streit provoziert.
Schwerin (dpa/mv) - Nachdem die CDU ihr Kompetenzteam vorgestellt und am Wochenende die AfD mit einer Kundgebung ihren Wahlkampf eingeleitet hatte, geht nun auch Ministerpräsidentin Manuela Schwesig auf Tour durch Mecklenburg-Vorpommern. Der erste Auftritt führte die SPD-Politikerin zu einem Wohnmobilhändler in Kremmin, wo sie laut Pressemitteilung an "einer gemeinsamen Mittagspause mit der Belegschaft und den Kunden am Grill" teilnahm.
Der Termin sei so gewählt worden, "weil der Fokus der Kampagne auf starker Wirtschaft und guter Arbeit liegt", begründete Schwesigs Sprecherin, Lilly Blaudszun. Das Unternehmen sei eine schöne Erfolgsgeschichte für das Tourismusland. Der Wahlkampf der SPD ist stark auf Schwesig zugeschnitten, so dass die Ministerpräsidentin in den kommenden Wochen eine Reihe von Auftritten im Land plant.
Plakate vor gesetzlich festgelegter Frist angebracht?
Derweil haben die Parteien am Wochenende auch schon großflächig mit der Plakatierung begonnen. Der SPD-Politiker Erik von Malottki warf der AfD dabei Rechtsbruch vor. Die Partei habe in Neubrandenburg bereits vor der gesetzlich festgelegten Frist ihre Plakate angebracht. Damit wolle sie den Eindruck erzeugen, dass es nur sie gebe, sagte er bei Instagram. Die AfD äußerte sich bislang nicht zu den Vorwürfen.
In Mecklenburg-Vorpommern sind es noch sechs Wochen bis zur Landtagswahl. In Umfragen liegt derzeit die AfD in Führung. Schwesig setzt darauf, mit einer ausgedehnten Wahlkampftour den Rückstand der zweitplatzierten SPD aufzuholen. Nach derzeitigem Stand würden auch noch der derzeitige Regierungspartner der SPD, die Linke, sowie CDU und ganz knapp die Grünen ins Parlament einziehen. FDP und BSW hingegen würden knapp an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern.