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Mecklenburg-VorpommernStellenabbau bei Gießerei Ueckermünde geringer

23.09.2019, 08:30 Uhr
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(Foto: Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa)

Ueckermünde (dpa/mv) - Der größte Industriebetrieb in Ueckermünde (Vorpommern-Greifswald) - die MAT Foundries Europe GmbH - baut nun doch weniger Stellen ab, als zunächst befürchtet. Wie der Bürgermeister des Seebades, Jürgen Kliewe (parteilos), am Montag der Deutschen Presse-Agentur sagte, sollen mit dem Rückbau der 2016 eingebauten, aber störungsanfälligen dritten Gießereilinie etwa 120 der derzeit rund 500 Stellen entfallen. Das habe der Leiter der Gießerei, die zu einem nordamerikanischen Konzern gehört, in einem Gespräch zugesichert. Zuvor war von bis zu 200 Stellen weniger gesprochen worden. Bei der Gießerei wollte man sich frühestens am Mittwoch zur Zukunft in Ueckermünde äußern, hieß es. MAT fertigt in großem Stil Bremsteile für die Autoindustrie.

Die zusätzliche Fertigungslinie hatte sich laut Kliewe auch "als Störfaktor für die gesamte Produktion" erwiesen. Das Unternehmen hoffe, nach dem Rückbau die zwei Stamm-Gusslinien wieder effektiver betreiben zu können. Durch die gute Auftragslage sollen 380 Beschäftige bleiben. "Das wäre 40 mehr als vor der Erweiterung, damit sind wir erst einmal zufrieden", sagte Kliewe.

Betroffen vom Abbau bis Anfang 2020 seien vorrangig Leiharbeiter aus dem europäischen Ausland. Sie waren zusätzlich nach Ueckermünde gekommen, da die wenig präzise Anlage ab 2016 eine hohen Aufwand an Nachbearbeitung bei den Gussteilen erforderte. Der viele Staub und Flugrost, der zu Beschwerden führte, soll mit dem Rückbau stark zurückgehen. Zudem soll der Staub untersucht werden, um genauer zu ergründen, aus welchem Produktionsteil er stammt.

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