Mecklenburg-VorpommernWildcampen je nach Region kein großes Thema bis "regelmäßig"

Einfach so irgendwo die Zelte aufschlagen? So romantisch das auch klingt, gestattet ist es nicht. Besonders an Stränden oder in Schutzgebieten kann es teuer werden.
Born/Hohenzieritz/Rostock (dpa/mv) - Wildes, unerlaubtes Campen kommt in Mecklenburg-Vorpommern je nach Region unterschiedlich häufig vor. Sein Zelt an Stränden oder etwa in Schutzgebieten aufzuschlagen kann dabei teuer werden. "Durch die vielen Besucher im Schutzgebiet kommt es dennoch regelmäßig vor", berichtet Norman Donner vom Nationalparkamt Vorpommern.
Besonders beliebt bei Wildcampern im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft sind demnach der Weststrand des Darß, aber auch einige Parkplätze im Schutzgebiet. 2025 habe es 83 Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen unerlaubten Nächtigens gegeben, 2024 waren es demnach 141. Die Anzahl hinge deutlich vom Wetter ab. Konsequenzen seien Bußgeldverfahren ab 150 Euro. "Mit Lagerfeuer wird es teurer."
Das Rostocker Stadtamt geht von jährlich etwa 20 festgestellten Fällen von Wildcampen aus, 10 westlich der Warnowmündung, vor allem im Küstenwald, und 10 östlich der Mündung. An den Stränden Rostocks, also in Diedrichshagen, Warnemünde, Hohe Düne und Markgrafenheide, gilt: "Das Übernachten in Zelten oder sonstigen mobilen Unterkünften ist im gesamten Strandbereich untersagt." Das gilt auch für die Nutzung von Wohnwagen oder Wohnmobilen. Verstöße können laut Stadt mit einer Geldbuße von bis zu 1.000 Euro geahndet werden.
Im Müritz-Nationalpark komme Wildcampen nicht häufig vor, sagt die stellvertretende Leiterin des Nationalparkamtes, Dany Poganatz. "Außer die Jahre, wo Corona herrschte. Da ist das natürlich etwas aufgeploppt. Ansonsten ist das sehr verhalten." Auch im Biosphärenreservat Südost-Rügen ist Wildcampen nach dortigen Angaben kein großes Thema.