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Niedersachsen & BremenAfD-Politiker Moriße nicht zur OB-Wahl zugelassen

28.07.2026, 13:16 Uhr
Thorsten-Morisse-gehoert-seit-November-2022-fuer-die-AfD-dem-Niedersaechsischen-Landtag-an-Der-Wilhelmshavener-ist-zudem-kommunalpolitisch-aktiv-und-sitzt-im-Rat-der-Stadt

Der Wahlausschuss in Wilhelmshaven lehnt die OB-Kandidatur von Thorsten Moriße einstimmig ab. Der AfD-Politiker will nun rechtlich gegen die Entscheidung vorgehen.

Wilhelmshaven (dpa/lni) - Der AfD-Politiker Thorsten Moriße darf nicht bei der Oberbürgermeisterwahl in Wilhelmshaven antreten. Der Wahlausschuss lehnte seine Kandidatur ab, wie ein Vertreter der Stadt der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Nach Angaben Morißes fiel die Entscheidung einstimmig.

Nach Medienberichten begründete der Wahlausschuss die Ablehnung mit Zweifeln an Morißes Verfassungstreue. Berücksichtigt worden seien unter anderem Äußerungen auf Facebook sowie seine führende Funktion in der AfD. Aus Morißes Sicht sind die beanstandeten Aussagen aber von der Meinungsfreiheit gedeckt.

Abgelehnter Kandidat kündigt rechtliche Schritte und Eilverfahren an

Der Landtagsabgeordnete kündigte im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur rechtliche Schritte und ein Eilverfahren an. Er kritisierte, dass er vor der Sitzung keine Unterlagen des Innenministeriums erhalten habe. Die Vorwürfe seien ihm nur zusammengefasst vorgelesen worden.

Moriße kritisierte zudem, dass Vertreter politischer Parteien über die Zulassung eines Konkurrenten entschieden hätten. Er kündigte an, sich im Landtag für eine Änderung der Besetzung von Wahlausschüssen einzusetzen.

Zweite Ablehnung eines AfD-Kandidaten nach Martin Sichert

Bewerber für kommunale Spitzenämter müssen in Niedersachsen die Gewähr bieten, jederzeit für die freiheitliche demokratische Grundordnung einzutreten. Bei Zweifeln können die zuständigen Wahlausschüsse die Verfassungstreue prüfen und eine Kandidatur ablehnen. Zuvor war bereits der AfD-Bundestagsabgeordnete Martin Sichert nicht zur Landratswahl im Landkreis Friesland zugelassen worden.

Quelle: dpa

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