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Niedersachsen & BremenKrankenstand in Niedersachsen sinkt - Krankheitsdauer steigt

25.07.2026, 04:31 Uhr
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Noch vor einem Jahr sorgte eine starke Erkältungswelle im ersten Halbjahr für viele Ausfälle im Job - im laufenden Jahr sieht das völlig anders aus. Andere Diagnosen jedoch werden häufiger gestellt.

Hannover (dpa/lni) - Ein starker Rückgang bei den Atemwegserkrankungen in Niedersachsen hat den Krankenstand im ersten Halbjahr 2026 leicht sinken lassen. Die Zahl der Fehltage wegen Atemwegserkrankungen wie Erkältungen sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um ein gutes Fünftel auf 169 Tage je 100 Beschäftigte, wie eine Auswertung der Krankenkasse DAK-Gesundheit ergab. Allerdings gab es mehr psychische Erkrankungen.

Durchschnittliche Erkrankungsdauer leicht gestiegen

Insgesamt lag der Krankenstand bei 5,5 Prozent - 0,2 Prozentpunkte weniger als im ersten Halbjahr 2025. In dem Zeitraum waren also durchschnittlich pro Tag 55 von 1.000 Beschäftigten krankgeschrieben. Die durchschnittliche Erkrankungsdauer stieg dagegen laut Analyse leicht auf 9,5 Tage - in der ersten Jahreshälfte 2025 waren es noch 9,3 Tage. Für die Auswertung hat das Berliner IGES-Institut die Daten von rund 205.000 Erwerbstätigen in Niedersachsen untersucht, die bei der DAK versichert sind.

"Der leichte Rückgang des Krankenstands ist ein positives Signal für die Arbeitswelt in Niedersachsen", kommentierte Dirk Vennekold, der Landeschef der DAK-Gesundheit in Niedersachsen. "Er zeigt, dass sich Investitionen in Gesundheit und Prävention lohnen." Er rief dazu auf, die Beschäftigten mit "modernen und flexiblen Lösungen bei einem gesunden Arbeitsleben zu unterstützen".

Die Psyche sorgt für die meisten Krankschreibungen

Dazu könne auch eine sogenannte Teilkrankschreibung beitragen, weil sie einen stufenweisen Wiedereinstieg in den Arbeitsalltag möglich mache, empfahl Vennekold. Das Gesundheits-Sparpaket der Bundesregierung sieht vor, bei langwierigeren Erkrankungen eine Teilkrankschreibung zu ermöglichen, wenn Beschäftigte und Arbeitgeber es möchten – mit 25, 50 und 75 Prozent der Wochenstunden.

Als besonders auffällig bezeichnete die Krankenkasse den Rückgang bei den Atemwegserkrankungen in Niedersachsen um rund 21 Prozent. Dafür allerdings wuchs die Zahl der Krankschreibungen wegen psychischer Erkrankungen um sieben Prozent - damit waren diese Erkrankungen im ersten Halbjahr der häufigste Krankschreibungsgrund. Ein Jahr zuvor waren es noch die Atemwegserkrankungen. Eine große Rolle spielen auf dem zweiten Platz Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems wie Rückenschmerzen.

Quelle: dpa

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