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Niedersachsen & Bremen Weil kündigt tägliche Testung zum Schulstart an

Ein Mann träufelt eine Lösung auf eine Testkassette für einen Schnelltest. Foto: Zacharie Scheurer/dpa/Symbolbild

(Foto: Zacharie Scheurer/dpa/Symbolbild)

Unter Jüngeren werden mehr Corona-Fälle gemeldet als bei Älteren. Gleichzeitig sind Schüler seltener geimpft. Zum Schulstart kündigt der Ministerpräsident tägliche Tests an - zumindest in den ersten Tagen.

Hannover (dpa/lni) - In Niedersachsen müssen sich Schülerinnen und Schüler nach den Sommerferien zum Schulstart auf tägliche Corona-Tests einstellen. "Wir werden mindestens am Anfang des Schuljahres eine tägliche Testung vorsehen", sagte Ministerpräsident Stephan Weil der Deutschen Presse-Agentur. Man wisse, dass sich gerade in der jüngeren Generation das Virus verbreite. Gleichzeitig sei die Impfquote in dieser Altersgruppe noch vergleichsweise gering.

Nach den Ferien sei zunächst geplant, dass Schülerinnen und Schüler sich an sieben Schultagen hintereinander selbst testen. Damit wolle man sicherstellen, dass Auffälligkeiten, die sich eventuell nach der Reisezeit ergeben, frühzeitig erkannt werden können, sagte ein Regierungssprecher am Mittwoch. Die täglichen Testungen könnten bei Bedarf verlängert werden. Bislang waren Corona-Tests für Schülerinnen und Schüler zwei Mal pro Woche verpflichtend.

Negative Testergebnisse müssten wie bisher von den Eltern per Unterschrift bestätigt werden und blieben kostenlos. Manche Schulen verlangten auch, dass das Ergebnis auf dem Testkit vorgezeigt werde. Das Gesundheitsministerium wies darauf hin, dass die Tests Zuhause im Vergleich zu den aufwendigeren PCR-Tests einige Vorteile mitbrächten. So würden Schülerinnen und Schüler vor einem sicheren Testergebnis etwa nicht erst in einen Bus steigen und dort mit Klassenkameraden zusammentreffen.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums lag die Sieben-Tage-Inzidenz bei den 12- bis 17-Jährigen zuletzt deutlich höher als bei den Älteren. Auch bei der Impfquote gibt es den Angaben zufolge große Unterschiede: Während die Altergruppe über 60 Jahre zu mehr als 81 Prozent vollständig geimpft ist, bekamen von den Jüngeren zwischen 12 und 17 Jahren bislang nur 28 Prozent eine erste Spritze.

Weil sagte, er sei nach wie vor der Auffassung, dass es gut sei, wenn sich Kinder und Jugendliche in diesem Alter impfen ließen. In Niedersachsen habe man deshalb schon früh die Möglichkeit für eine Kinder- und Jugendimpfung geschaffen. Auch in anderen Ländern werde diese Gruppe geimpft. Letztlich bleibe das aber Entscheidung der Eltern und Ärzte. "Ich hoffe, dass sehr schnell auch ein Impfstoff zugelassen wird für die unter 12-Jährigen", sagte er.

© dpa-infocom, dpa:210804-99-697917/4

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