Nordrhein-WestfalenAbiturienten aus NRW beginnen meist Studium im eigenen Land

Viele Hochschulstandorte, vielfältiges Angebot: 82 Prozent der Studienanfänger, die in NRW ihren Abschluss machten, starten auch an Unis in Nordrhein-Westfalen. Bundesweit liegt der Anteil niedriger.
Düsseldorf (dpa/lnw) - Wer in Nordrhein-Westfalen die Hochschulreife erwirbt, bleibt zum Studienstart meistens auch im Land: Im Wintersemester 2025/26 begannen 82 Prozent dieser Studienanfängerinnen und -anfänger ihr Studium an einer Hochschule in NRW. Das teilte das Statistische Bundesamt zum Start des neuen Wintersemesters mit. Bundesweit hingegen nahmen nur 69 Prozent ihr Studium in dem Bundesland auf, in dem sie den Abschluss gemacht hatten, der zum Studieren berechtigt - also meist Abitur oder Fachabitur.
Je vielfältiger das Studienangebot innerhalb eines Bundeslandes sei, desto mehr junge Menschen bleiben zum Studieren dort, hieß es von den Statistikern. Im bevölkerungsreichen NRW mit seinen vielen Hochschulstandorten sei der Anteil besonders hoch. In Brandenburg lag er dagegen bei nur 33 Prozent. Fast ebenso viele Studienanfänger mit Hochschulreife aus Brandenburg gingen zum Studieren nach Berlin (32 Prozent).
Auch bundesweit stellt NRW einen großen Anteil der Studienanfänger: Von den rund 308.000 Menschen mit einer Hochschulzugangsberechtigung aus Deutschland, die im vergangenen Wintersemester ein Studium aufnahmen, hatte ein Viertel diese in NRW erworben.
Die Auswertung berücksichtigt ausschließlich Studienanfänger, die ihre Hochschulzugangsberechtigung in Deutschland erworben haben.