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Nordrhein-WestfalenGrößtes kommunales Haushaltsdefizit der Nachkriegszeit

22.09.2026, 12:04 Uhr
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Was bedeutet das Rekord-Defizit der Städte und Gemeinden für Schulen, Kitas und Vereine? Eine Umfrage zeigt, wie drastisch die Lage ist.

Düsseldorf (dpa/lnw) - Zu wenig Geld für Schulen und Kitas, Sport- und Kulturvereine, marode Brücken und Straßen und kaputte Spielplätze – so wirkt sich die Finanzkrise der Kommunen nach Darstellung ihrer Spitzenverbände konkret aus. Bei der Vorstellung ihrer jüngsten Haushaltsumfrage unter allen 396 Städten und Gemeinden Nordrhein-Westfalens sprach der Präsident des Städte- und Gemeindebunds NRW, Tobias Stockhoff (CDU), vom größten kommunalen Haushaltsdefizit der Nachkriegszeit. "Das Minus in den kommunalen Haushalten wird tatsächlich zum Dauerzustand."

Das sind die Kernergebnisse der Haushaltsumfrage 2026:

  • Mehr als zwei Drittel der Kommunen bewerten ihre derzeitige Finanzlage als mangelhaft.

  • Für die kommenden fünf Jahre rechnen sogar 85 Prozent mit einer mangelhaften Finanzsituation. 

  • Nur sieben Städte und Gemeinden können in diesem Jahr noch ihre laufenden Aufwendungen durch entsprechende Einnahmen decken. Mehr als 98 Prozent gelingt dieser strukturelle Haushaltsausgleich nicht mehr.

  • 89 Städte und Gemeinden sind in die Haushaltssicherungspflicht abgerutscht. Das bedeutet, sie wirtschaften unter strenger Kontrolle und müssen freiwillige Leistungen abspecken – etwa für Kultur, Sport oder Schwimmbäder. Nach Angaben der kommunalen Spitzenverbände entspricht das einer Steigerung um 68 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Quelle: dpa

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