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Nordrhein-WestfalenNach tödlichem Zugunfall in Geseke Ermittlungen eingestellt

21.09.2026, 14:34 Uhr
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Nach dem Zugunglück bei Geseke gibt es keine strafrechtlichen Konsequenzen für Dritte. Die Ermittlungen sind eingestellt, der Lokführer gilt als Unfallverursacher.

Paderborn/Geseke (dpa/lnw) - Nach dem tödlichen Zugunfall bei Geseke im Kreis Soest vor Jahren hat die Staatsanwaltschaft Paderborn das Verfahren eingestellt. Umfangreiche Untersuchungen hätten keine zureichenden Anhaltspunkte für ein strafrechtlich relevantes Verhalten Dritter ergeben, teilte die Behörde mit. Als Unfallursache sei das Verhalten des Lokführers anzusehen. Der war aber bei dem Unfall ums Leben gekommen.

Laut dem Untersuchungsbericht der Bundesstelle für Eisenbahnunfalluntersuchung zu dem Unglück hatte der Lokführer seinen Zug deutlich überladen - wohl um Zeit zu sparen. Denn neben seinem über eine Zeitarbeitsfirma vermittelten Job auf der Güterzugstrecke hatte er direkt im Anschluss eine Dienstschicht bei einem anderen Arbeitgeber.

Zug entgleiste an einer Abzweigung - Lokführer tot

Der 30-Jährige war im September 2023 tödlich verunglückt, als sein mit Zement beladener Zug an einer Abzweigung vom Zementwerk in Geseke auf die Hauptstrecke entgleiste. Aufgrund enormer Schäden an der Strecke und einer komplizierten Bergung dauerte es Wochen, bis der Streckenabschnitt wieder freigegeben werden konnte.

In dem Bericht der Bundesstelle hieß es, dass das Güterzugunternehmen durch zu lückenhafte Kontrolle der Leistungen ihrer Lokführer einen "Rahmen für Regelverstöße" geschaffen habe. Es sei aber kein "unmittelbar kausales Fehlverhalten" erkennbar, so die Staatsanwaltschaft jetzt in ihrer Einschätzung. Das Güterzugunternehmen hatte nach dem Unfall nach eigenen Angaben umfassend reagiert und die internen Vorschriften und Prozesse verbessert.

Quelle: dpa

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