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Nordrhein-WestfalenPartnerin erstochen: Angeklagter bestreitet Mordabsicht

23.09.2026, 14:18 Uhr
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Ein 59-jähriger Mann soll im Februar in Oberhausen seine Partnerin erstochen haben. Zu Beginn des Mordprozesses lässt er seinen Verteidiger sprechen.

Duisburg (dpa/lnw) - Sieben Monate nach einer tödlichen Messerattacke in Oberhausen hat vor dem Duisburger Schwurgericht der Mordprozess gegen den langjährigen Partner des Opfers begonnen. Die Staatsanwaltschat wirft dem 59-jährigen Deutschen vor, seine Lebensgefährtin heimtückisch und aus niedrigen Beweggründen getötet zu haben.

Schon länger Beziehungsprobleme

Laut Anklage hatte es in der Beziehung des Paares schon seit längerer Zeit Probleme gegeben. Die Frau soll deshalb den Entschluss gefasst haben, sich von dem Angeklagten zu trennen und aus dem gemeinsamen Haus in Oberhausen auszuziehen.

Am Tattag soll sich das Paar zu einem Gespräch in einem Haus verabredet haben. Als die Frau dabei deutlich machte, dass sie sich trennen wolle, soll der Angeklagte sie mit einem Messer angegriffen und getötet haben. Einer der Stiche traf offenbar die Hauptschlagader. Die Frau verblutete noch am Tatort.

Verteidiger gibt Erklärung ab

Nach der Tat soll der Angeklagte sich selbst mit dem Messer an den Handgelenken und am Oberkörper verletzt haben. Einer gemeinsamen Tochter schickte er anschließend angeblich eine Kurznachricht auf das Handy, in der er sinngemäß schrieb, er habe ohne seine Partnerin nicht mehr leben können. Jetzt seien sie aber wieder vereint.

Nach der Verlesung der Anklageschrift ließ der Angeklagte seinen Verteidiger eine Erklärung abgeben. Darin stritt er ab, vorab geplant zu haben, seine Partnerin im Falle einer endgültigen Trennung zu töten. An die Tat selbst habe er keine Erinnerung mehr.

Das Duisburger Landgericht hat für den Prozess zunächst noch sechs Verhandlungstage bis zum 4. November angesetzt.

Quelle: dpa

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