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Nordrhein-WestfalenZigarettenfabrik: Steuerschaden auf 28 Millionen geschätzt

24.09.2026, 12:05 Uhr
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(Foto: Gianni Gattus/dpa)

In einer illegalen Zigarettenfabrik in Haan sollen seit Mai 130 Millionen unversteuerte Zigaretten produziert worden sein. Die Ermittler schätzen den Steuerschaden auf 28 Millionen Euro.

Haan (dpa/lnw) - In der illegalen Zigarettenfabrik, die der Zoll in Haan bei Düsseldorf ausgehoben hat, sind nach Schätzungen der Ermittler 130 Millionen unversteuerte Zigaretten produziert worden. Der Steuerschaden dürfte damit bei 28 Millionen Euro liegen, teilten Staatsanwaltschaft und Zoll mit.

Die Ermittler hatten am Dienstag 21 Verdächtige festgenommen und in der Halle eine komplette Produktionsstraße mit Herstellungs- und Verpackungseinheiten, Stromgeneratoren, Abluftanlagen sowie Maschinen zum Schneiden und Trocknen von Tabak entdeckt.

Zudem waren große Mengen an Rohtabak, Filter- und Zigarettenpapier sowie gefälschte Verpackungen verschiedener Zigarettenmarken sichergestellt worden. Der mutmaßliche Steuerschaden allein durch die vor Ort sichergestellten Waren belaufe sich auf etwa 3,5 Millionen Euro.

21 Menschen in U-Haft

Alle 21 Verdächtigen seien inzwischen in Untersuchungshaft. Bei den beiden Hauptverdächtigen waren mehr als 50.000 Euro Bargeld sichergestellt worden. Am Niederrhein sei zudem eine Zugmaschine beschlagnahmt worden.

Den Ermittlungen zufolge soll die mutmaßliche Tätergruppe die Anlage seit Mai betrieben haben. Rund 350 Kräfte von Zollverwaltung, Bundespolizei und Technischem Hilfswerk waren nach Angaben der Behörden über mehrere Tage im Einsatz.

Quelle: dpa

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