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Rheinland-Pfalz & Saarland Gegen Schlaganfälle und Parkinson: Forscher erhalten Preis

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Mainz (dpa/lrs) - Für ihre Forschungen zu Schlaganfallprävention und Parkinson sind zwei Nachwuchswissenschaftler der Universitätsmedizin Mainz mit dem Boehringer-Ingelheim-Preis ausgezeichnet. Die Molekulargenetikerin Neha Tiwari und der Neurologe Timo Uphaus teilten sich den mit 30 000 Euro dotierten Preis, wie die Universitätsmedizin Mainz am Dienstag mitteilte.

Uphaus entwickelte ein Hilfsmittel, mit dem Ärzte bereits in der Notaufnahme entscheiden können, bei welchem Patienten es besonders wahrscheinlich ist, dass ein EKG die richtige Diagnose ermöglicht, um weitere Schlaganfälle zu verhindern.

Tiwari untersuchte sogenannte "Sternzellen", die im Gehirn Nervenzellen schützen und ernähren, bei Verletzungen und Entzündungen aber selbst zum Problem werden können: Sie werden etwa bei Parkinson, bei Amyotropher Lateralsklerose (ALS) oder nach einem Schlaganfall übermäßig aktiv und töten dadurch Nervenzellen ab. Auf Basis ihrer Erkenntnisse lasse sich herausfinden, warum dies passiert und ob es möglich ist, dies zu verhindern, teilte die Universitätsmedizin mit.

Der Boehringer-Ingelheim-Preis wird seit 1969 für exzellente wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiet der klinischen und theoretischen Medizin vergeben. Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums fand in diesem Jahr ein wissenschaftliches Symposium statt, bei dem Preisträger aus vier Jahrzehnten ihre Forschung vorstellten. Den Festvortrag hielt der Chemie-Nobelpreisträger Stefan Hell.

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