Rheinland-Pfalz & SaarlandHalloween in Rheinland-Pfalz: Ausflüge mit Gruselfaktor

Verrostete Schaukeln, verlassene Militärgelände und schaurige Führungen: Rheinland-Pfalz bietet Ausflugsziele mit Gruselfaktor. Wo sich die Geisterstunden besonders erleben lassen.
Mainz (dpa/lrs) - Kürbisse werden ausgehöhlt, Skelette vor die Tür gestellt und die schaurig schönen Kostüme aus der Abstellkammer geholt: Nicht nur der Herbst ist in vollen Zügen angekommen, auch die Gruselzeit hat offiziell begonnen. Für einen düsteren Ausflug bieten sich jetzt vor allem Lost Places im Wald an. Doch auch geführte Touren mit Gruselfaktor können etwa in Bendorf-Sayn, Koblenz oder Speyer besucht werden – wenn man sich traut.
Ruinen des Kindererholungsheims
Wer einen mystischen Ort hautnah erleben möchte, kann den Ruinen des Kindererholungsheims in Schafhof im pfälzischen Kreis Bad Dürkheim einen Besuch abstatten. Wo bis 1972 Kinderlachen zu hören war, ist jetzt noch eine verrostete Schaukel und ein zugewachsener Innenhof zu finden. Der Lost Place ist ganzjährig über den Wanderweg "Pfälzer Hüttensteig" im Elmsteiner Ortsteil Schafhof zu erreichen. Zwischen den Ruinen lässt sich die abwechslungsreiche Geschichte des Ortes auf Spurensuche erkunden. Von einem Ferienheim nur für Mädchen zur militärischen Besatzung bis zum Erholungsgebiet für Kinder von BASF-Arbeitern war einst alles dabei.
Wanderung zur "verlassenen" Area 1
Auf den Pfaden eines ehemaligen Militärgeländes lässt sich in der Pfalz in Fischbach bei Dahn wandern. Verlassene Ruinen und ein markanter Turm laden Besucherinnen und Besucher ein, in die Geschichte einzutauchen und Überbleibsel des Militärs zu bestaunen. Der Gedenkort, der Ende der 70er Jahre unter anderem zur Lagerung von Nuklearsprengköpfen errichtet wurde, erinnert an die Zeit des Kalten Krieges und wird von einem Verein vor Ort betreut. Lehrpfade mit Informationstafeln führen durch das Gelände, welches jederzeit besucht werden kann. Ob als Rundwanderung oder mit Start direkt in Ludwigswinkel kann hier vor allem in den Abendstunden kurz vor Sonnenuntergang eine mystische Stimmung aufgesogen werden.
Mit Stirnlampe durch die dunklen Baumkronen
Wer es aktiv mag, jedoch den besonderen Kick braucht, kann sich zu Halloween überlegen klettern zu gehen – und das im Dunkeln. Im Fun Forest Abenteuerpark in Kandel gehen die Lichter am Helm an, wenn der Wald um einen herum langsam richtig düster wird. Ob verkleidet oder nicht: ab 19.30 Uhr klettert man hier durch schwindelerregende Höhen. Umgeben von gruseligen Beleuchtungen und Figuren kann das Adrenalin doppelt durch die Adern schießen.
Mit der Taschenlampe durch das Industriedenkmal
Mit der Taschenlampe geht es an Halloween in Bendorf-Sayn durch die Sayner Hütte. Das 1769 als Standort der Eisenverarbeitung gegründete Industriedenkmal lädt zu einer geisterhaften Führung durch das Gelände ein. Groß und Klein erkunden hier gemeinsam die dunklen Ecken des Gebäudes und lauschen mystischen überirdischen Geräuschen längst verstummter Maschinen und Arbeiter. Die Taschenlampe muss selbst mitgebracht werden, Erwachsene zahlen acht, Kinder einen Euro. Sowohl am Donnerstag als auch an Halloween kann man diese gespenstische Tour buchen.
Nachts im Museum
Einen Tag vor Halloween lädt das Ludwig Museum in Koblenz zu einer Museumstour der besonderen Art ein. Bei einer geführten Tour mit (LED) Kerzenschein wird gezeigt, wie schaurig schön die Kunst sein kann. Groteske gestalten, zerstörte Gebäude und Totenschädel werden hier nach Angaben des Museums besonders hervorgehoben. Live gesungene Arien der Horror-Musicals Dracula und Tanz der Vampire sowie der Stummfilmklassiker Nosferatu runden den Abend der "Ludwig Horror Picture Show" ab. Bis zum 28. Oktober können sich Besucher bei dem Museum anmelden.
Gruseltour im Winzerkeller
Nur für Erwachsene, dafür mit Kerzenschein und Wein lädt Ingelheim in seinen Winzerkeller ein. Die Gruseltour wird gefüllt sein mit Anekdoten, Sagen und Erzählungen über den Wein in Ingelheim. Die einstündige Tour kostet 13 Euro und startet am 31. Oktober bei der Vinothek im Winzerkeller.