Rheinland-Pfalz & SaarlandHohe Kosten für Polizeieinsatz bei Anti-AfD-Protesten

Die rheinland-pfälzischen Einsatzkräfte kehrten ohne Verletzungen vom Großeinsatz aus Hessen zurück. 123 Polizeikräfte unterstützten bei den umfangreichen Protesten.
Mainz/Gießen (dpa/lrs) - Personalkosten von mehr als 253.000 Euro sind für die Unterstützung rheinland-pfälzischer Polizisten beim Großeinsatz rund um die Proteste gegen die Neugründung der AfD-Jugendorganisation in Gießen angefallen. 123 Polizeikräfte aus Rheinland-Pfalz beteiligten sich Ende November vergangenen Jahres an den Einsätzen, wie Innenminister Michael Ebling (SPD) auf eine parlamentarische Anfrage der AfD-Landtagsfraktion in Mainz mitteilte. Verletzte in den Reihen der rheinland-pfälzischen Einsatzkräfte habe es nicht gegeben.
In der hessischen Stadt hatten rund 25.000 Menschen gegen die AfD und ihre neue Jugendorganisation protestiert, die Mehrheit davon friedlich. Es kam aber auch zu Zusammenstößen zwischen Polizisten und Demonstranten. Mehr als 50 Beamte wurden verletzt, und auch unter den Demonstranten gab es Verletzte. An dem Einsatz in Gießen waren mehrere Tausend Beamte aus 15 weiteren Bundesländern sowie Bundespolizisten beteiligt.
Unter den Einsatzkräften aus Rheinland-Pfalz waren 117 Beamte des Polizeipräsidiums Einsatz, Logistik und Technik. Dazu kamen nach Angaben des Innenministeriums je zwei Einsatzkräfte der Polizeipräsidien Rheinpfalz und Trier sowie je eine Einsatzkraft der Polizeipräsidien Mainz und Westpfalz.