Rheinland-Pfalz & SaarlandMinisterin: Pflichtfach Informatik sorgt für Schub bei MINT

Informatik wird ab dem Schuljahr 2028/2029 Pflichtfach in Rheinland-Pfalz. Schritt für Schritt ab der Klassenstufe 7 gibt es den Unterricht dann an allen weiterführenden Schulen.
Mainz (dpa/lrs) - Die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Ute Eiling-Hütig erwartet mit der Einführung des Pflichtfachs Informatik an den Schulen in Rheinland-Pfalz einen Schub für die MINT-Bildung. Diese Verankerung in den Lehrplänen sowie die Kooperationen mit der Wissenschaft und Unternehmen könnten jungen Menschen zeigen, dass sie in diesem Bereich auch weiterkommen können, sagte die CDU-Politikerin in Mainz bei einem Treffen zum zehnjährigen Bestehen des Runden Tisches MINT mit zahlreichen Expertinnen und Experten aus der Praxis.
MINT steht als Abkürzung für die Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Ab dem Schuljahr 2028/2029 soll Informatik in Rheinland-Pfalz als Pflichtfach schrittweise ab der Klassenstufe 7 an allen weiterführenden Schulen eingeführt werden. In diesem Schuljahr läuft der Unterricht bereits an zahlreichen Pilotschulen.
Millionen für die Projekte und Kooperationen
Die Bildungsministerin sieht Rheinland-Pfalz bei der MINT-Bildung gut aufgestellt. Seit dem Start der MINT-Strategie der Landesregierung im Jahr 2016 seien etwa 4,5 Millionen Euro für Vorhaben und Projekte ausgegeben worden. Entscheidend sei, möglichst früh in den Kitas das Interesse für Naturwissenschaften und Technik zu wecken und dabei gerade auch Mädchen dafür zu begeistern.
Eine gendersensible MINT-Strategie sei daher ein wichtiger Bestandteil der Förderung. Es sei schließlich das Ziel, nach der Schule möglichst viele Frauen für diese Themenfelder auf dem Arbeitsmarkt und in Unternehmen zu gewinnen, erklärte Eiling-Hütig. Um dies zu unterstützen, müssten viele Vorbilder geschaffen werden. "Daran werden wir sicherlich weiterarbeiten." Die Bildungsministerin kündigte auch eine Fortsetzung der Runden Tische MINT an.