Rheinland-Pfalz & SaarlandRekordsommer: Saarland wärmstes Bundesland

Das voraussichtliche Temperaturmittel liegt deutlich über dem des bisherigen Rekordsommers. Die Sonne schien viel häufiger als üblich bei sehr wenig Niederschlag.
Offenbach/Saarbrücken (dpa/lrs) - Das Saarland hat voraussichtlich den wärmsten Sommer erlebt, der in dem Bundesland jemals offiziell gemessen wurde. Nach einer vorläufigen Auswertung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) war es in diesem Sommer auch das wärmste aller Bundesländer.
Die Temperatur lag laut DWD im Saarland im diesjährigen Sommer im Schnitt bei 21,3 Grad. Das seien 4,6 Grad mehr als im bisherigen Rekordsommer 2003. Die Meteorologen zählen in diesem Sommer im Saarland rund 39 heiße und rund 13 sehr heiße Tage und damit mehr als in jedem Sommer seit 1881.
Wenig Regen, viele Sonnenstunden
Auf sogar 18 sehr heiße Tage kam die Station Saarbrücken-Burbach. Dort wurde am 27. Juni mit 41,4 Grad auch ein neuer Temperaturrekord für das Land aufgestellt. Mit voraussichtlich rund 128 Litern pro Quadratmeter fielen nur etwa 57 Prozent des üblichen Niederschlags in einem Sommer.
Die Sonne schien an rund 880 Stunden. Das übertraf das Soll von 631 Stunden um fast 40 Prozent. 2026 war damit seit 1951 der zweitsonnigste Sommer im Saarland.
Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) sind im Saarland bereits mehr als 500 Menschen an den Folgen der Hitze gestorben. Es gab bisher geschätzt 520 hitzebedingte Sterbefälle, wie aus dem aktuellen RKI-Wochenbericht hervorgeht. In den fünf Jahren davor waren es demnach zusammen nicht einmal die Hälfte, nämlich 250.
Die meisten Hitzetoten in den vergangenen zehn Jahren gab es im Saarland nach den neuesten Schätzungen bisher 2019 - damals waren es im gesamten Jahr etwa 160 Menschen.
Im laufenden Jahr kommen 52,6 hitzebedingte Todesfälle auf 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner im Saarland. Dieser Wert ist in keinem anderen Bundesland höher. Im vergangenen Jahr lag der Wert im Saarland bei 6,8.