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Rheinland-Pfalz & SaarlandSüdwestderby: Viele Emotionen, keine Tore

16.08.2026, 12:16 Uhr
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Tore gibt es beim Derby zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und dem Karlsruher SC nicht - dafür aber viel Gesprächsstoff. Auf den FCK wartet nun der Pokal-Kracher in Mannheim.

Kaiserslautern (dpa/lrs) - Die größte Aufregung beim brisanten Südwestderby in der 2. Fußball-Bundesliga zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und dem Karlsruher SC gab es nach dem Abpfiff. "Wir hatten schon echt viele Derbys. Aber dass einer schon vor dem Derby rumgeheult und sich in die Hose gekackt hat, das hatten wir auch noch nicht", verschoss FCK-Kapitän Marlon Ritter verbale Giftpfeile in Richtung von KSC-Trainer Maximilian Senft.

Der hatte den Pfälzern vor der Partie eine gewisse Fallsucht unterstellt. "Wer das FCK-Spiel gegen Wolfsburg gesehen hat, hat gesehen, dass bei den defensiven Standards sehr viele Spieler von Kaiserslautern ganz schnell zu Boden gehen, ohne wirklichen Kontakt. Das war schon sehr offensichtlich", hatte Senft erklärt und den Referee für die Partie auf dem mit 49.327 Zuschauern ausverkauften Betzenberg in die Pflicht genommen.

Wie Ritter war daher auch FCK-Coach Torsten Lieberknecht nicht gut auf Senft zu sprechen. "Dem Schiedsrichter möchte ich ein ganz großes Lob aussprechen. Er war vor der Partie durch eine, wie ich finde, hanebüchene und faktisch nicht richtige Aussage meines Trainerkollegen unter Druck gesetzt worden. Umso souveräner hat er das Spiel heute geleitet", sagte Lieberknecht.

Krahl rettet Kaiserslautern das Unentschieden

Auch auf dem Platz ging es vom Anpfiff weg hitzig zu. Ritter stand in den Anfangsminuten bei zwei Verbal-Duellen mit den Karlsruhern Marcel Franke und Lilian Egloff gleich im Mittelpunkt. Das Spiel selbst war insgesamt ausgeglichen. Kaiserslautern war in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft, der KSC nach dem Wechsel.

"Da haben wir über weite Strecken ein sehr dominantes Spiel gemacht, den Gegner gut in seiner Hälfte gehalten und es geschafft, dieses Stadion ein Stück weit leiser zu machen", lobte Senft.

In der Tat bewahrte Kaiserslauterns Keeper Julian Krahl sein Team nach dem Seitenwechsel mit mehreren guten Paraden vor einer Niederlage. So parierte er einen Abschluss Christoph Kobalds (58.) glänzend und ließ sich auch von einem schnell ausgeführten Freistoß von KSC-Torhüter Hans Christian Bernat von der Mittellinie nicht überraschen.

Sorgen um Skyttä

Dass sich der FCK in der zweiten Halbzeit in der Offensive weitgehend harmlos präsentierte und somit auch nach zwei Spielen noch kein Tor erzielt hat, lag auch an der Auswechslung von Naatan Skyttä kurz vor der Pause.

Lieberknecht befürchtete eine Knieverletzung beim finnischen Nationalspieler. "Er hat geweint, als er vom Platz kam. Das ist oft kein gutes Zeichen, weil ein Spieler natürlich schon mehr spürt, wenn er in so einer Situation weint. Aber jetzt warten wir erst einmal ab", sagte der 53-Jährige.

Am kommenden Wochenende steht für den FCK das nächste brisante Derby an. In der ersten Runde des DFB-Pokals müssen die Pfälzer zum Drittligisten Waldhof Mannheim reisen. "Dieses Duell gab es schon lange nicht mehr. Ich glaube, wir freuen uns alle darauf", sagte Ritter und warnte zugleich: "Die werden alles in die Waagschale werfen, um uns rauszuhauen."

Quelle: dpa

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