Rheinland-Pfalz & SaarlandWas hinter der neuen Rheinland-Pfalz-Triennale steckt

Das gut fünfwöchige Event ist ein Abbild der zeitgenössischen Kunst im Land. Wieso die Stadt Trier dafür zum großen Kunstraum wird.
Trier (dpa/lrs) - Es ist ein neues landesweites Ausstellungsformat für zeitgenössische Kunst: Die erste Rheinland-Pfalz-Triennale geht an diesem Freitag (14.00 Uhr) in Trier an den Start. Bis zum 31. Mai werden in einem stadtweiten Ausstellungsparcours 53 ausgewählte künstlerische Positionen mit rund 150 ausgestellten Werken zu sehen sein.
Die neue Reihe, die alle drei Jahre an wechselnden Orten stattfinden soll, ersetzt das bisherige Konzept der Landeskunstschau.
Vielfältige Orte und Kunstformen
Die Kunst kann nicht nur in der Kunsthalle Trier, dem Rheinischen Landesmuseum Trier oder dem Museum am Dom Trier bestaunt werden. Eingebunden sind auch der öffentliche Raum sowie römische Baudenkmäler wie das Amphitheater oder die Kaiserthermen - passend zum Jubiläum 40 Jahre Unesco-Welterbe in Trier.
Das künstlerische Spektrum reicht von Installation, Malerei und Skulptur über Fotografie und Video bis hin zu Performances. Eine Jury hat die Künstler aus mehr als 500 Bewerbungen ausgewählt. Alle Künstler haben einen direkten Bezug zu Rheinland-Pfalz.
Was die Triennale zeigt
Sie ist ein Abbild zeitgenössischen Kunstgeschehens und der Kultur im Land. Sie reagiere "auf eine Gegenwart, die von permanenter Bewegung" gezeichnet sei, teilen die Macher mit. Und sie zeige einen "vielstimmigen Blick auf Themen wie Glauben und Kapital, Zeitlichkeit, Körperbilder, Identität und das Leben im Wandel".
Der Fokus der Triennale liege auf "Sichtbarkeit, Teilhabe und Dialog", hieß es. Gegenwartskunst und Historie könnten in der alten Römerstadt "in einen spannungsreichen Austausch treten". Workshops, Mitmachangebote und Aktionen im Stadtraum sollten alle Bevölkerungsgruppen einbinden.
Veranstalter der Triennale ist der Berufsverband Bildender Künstlerinnen und Künstler Rheinland-Pfalz im Auftrag und mit Unterstützung des rheinland-pfälzischen Kulturministeriums.