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Sachsen-AnhaltBündnis wirbt mit Wahlkreuz für Vielfalt auf dem Land

01.09.2026, 15:41 Uhr
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Kurz vor der Landtagswahl setzt ein Bündnis in der Altmark ein ungewöhnliches Zeichen. Mit der Aktion verbindet es konkrete Forderungen an die künftige Landesregierung.

Tangerhütte (dpa/sa) - Wenige Tage vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat ein Bündnis aus Landwirtschaft, Wohlfahrt, Kirche und Vereinen mit einem überdimensionalen Wahlkreuz auf einem Acker für Vielfalt und Zusammenhalt im ländlichen Raum geworben. Die Beteiligten ließen das Kreuz in Tangerhütte (Landkreis Stendal) in den Boden eggen und aus der Luft fotografieren, wie sie mitteilten.

Forderungen an die künftige Landesregierung

Unter dem Motto "Vielfältig. Bäuerlich. Gerecht." formulierte das Bündnis zugleich Forderungen an die künftige Landesregierung. Die Politik müsse bäuerlichen Betrieben angesichts von Trockenheit, Extremwetter und niedrigen Erzeugerpreisen verlässliche Perspektiven bieten, erklärte der Landwirt Christian Warnke von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft. Auch Existenzgründungen junger Menschen in der Landwirtschaft müssten stärker unterstützt werden.

Soziale Angebote, Energie und Mobilität

Die Arbeiterwohlfahrt forderte eine verlässliche Finanzierung sozialer Angebote wie Kitas, Pflegedienste, Jugendzentren und Beratungsstellen. Der Verein Bioenergiedorf Schernebeck sprach sich dafür aus, die direkte Vermarktung von vor Ort erzeugtem Strom zu ermöglichen und Nahwärmenetze in ländlichen Regionen stärker zu fördern.

Der Kultur- und Geschichtsverein Grenzland verlangte bessere Bus- und Bahnverbindungen sowie einen Ausbau des Radwegenetzes. Viele Ortschaften seien weiterhin nicht sicher angebunden. Zudem brauche das Vereinsleben auf dem Land stärkere Unterstützung.

Die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland mahnte den Schutz von Menschenwürde und Minderheiten an. Zugleich müsse das Land den Erhalt kirchlicher Gebäude und sozialer Einrichtungen wie Kindergärten, Pflegeheimen und Beratungsstellen weiterhin finanziell unterstützen.

Quelle: dpa

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