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Sachsen-AnhaltHüskens vermisst Debatten im Wahlkampf

31.08.2026, 21:00 Uhr
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FDP-Spitzenkandidatin Lydia Hüskens kritisiert fehlende inhaltliche Debatten im Wahlkampf und fordert mehr Fokus auf wirtschaftliche Herausforderungen.

Magdeburg (dpa/sa) - Die Spitzenkandidatin der FDP für die Landtagswahl Sachsen-Anhalt, Lydia Hüskens, vermisst im Wahlkampf inhaltliche Debatten. "Wir haben in Sachsen-Anhalt echte Herausforderungen vor uns, über die müssten wir in einem Wahlkampf eigentlich sprechen. Ich sage das extra im Konjunktiv, weil wir tun es eigentlich nicht", sagte Hüskens in Magdeburg. "Wir reden immer über den Abstand, den wir halten zur AfD. Das ist so das Hauptthema, egal wo man hinkommt."

Deutschland befinde sich seit mehreren Jahren in der Rezession, es tue sich in der Wirtschaft nicht viel. In den kommenden Jahren werde man vor der Herausforderung stehen, all das zu bezahlen, "woran wir uns gewöhnt haben, was zu einem vernünftigen Staat dazugehört". Für die Liberalen sei wichtig, dass Unternehmen wieder mehr Wind unter die Flügel bekommen. Hüskens sprach sich für eine Sonderwirtschaftszone aus mit günstigeren Steuerregeln, besserer Infrastruktur, schnelleren Genehmigungen. Zudem müsse Bürokratie abgebaut und die Digitalisierung vorangetrieben werden.

Von der Bundespolitik forderte Hüskens eine Unternehmenssteuerreform. Steuern und Abgaben müssten gesenkt werden. Und sie erwarte, dass Energie dauerhaft preiswerter wird.

"Denken Sie immer dran, es geht nicht um Sandkastenspiele", sagte der FDP-Bundesvorsitzende Wolfgang Kubicki. "Es geht ums Land, es geht um Sie als Menschen, es geht um Ihre nächsten fünf Jahre hier in Sachsen-Anhalt. Darüber müssen Sie nachdenken, wenn Sie die Wahlentscheidung treffen." Und: "Das Interessante an Sachsen-Anhalt ist, hier haben in den letzten Jahren keine Umfragen gestimmt, keine. Und über 30 Prozent der Menschen sind noch unentschlossen." Es lohne sich, bis zum Schluss für die FDP zu werben.

Die FDP kämpft um den Wiedereinzug in den Landtag. Die jüngsten Wahlumfragen sehen sie bei drei Prozent. Damit würde die Partei an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern.

Quelle: dpa

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