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Sachsen-Anhalt Koalitionsverhandlung vertagt: "Stimmung sehr angespannt"

Reiner Haseloff (CDU) geht in den Eingang eines Bürogebäudes. Foto: Peter Gercke/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

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Bei den Koalitionsverhandlungen von CDU, SPD und FDP drücken inhaltliche Streitfragen und die Personaldebatte auf die Stimmung. Wann der Vertragsentwurf steht, ist nicht absehbar.

Magdeburg (dpa/sa) - Bis spät in die Nacht haben die Spitzenvertreter von CDU, SPD und FDP am Mittwoch über ihren Entwurf für einen gemeinsamen Koalitionsvertrag verhandelt. Nach rund elf Stunden vertagte sich die Lenkungsgruppe aus den Parteichefs, dem amtierenden Ministerpräsidenten Reiner Haseloff (CDU) und weiteren Spitzenvertretern der drei Parteien auf Freitag. "Wir sind bei den Koalitionsverhandlungen am Mittwoch inhaltlich sehr gut voran gekommen", sagte CDU-Chef Sven Schulze nach dem Treffen der Deutschen Presse-Agentur. "Es gibt allerdings einige Details, die am Donnerstag erstmal im kleinen Kreis zwischen den Parteien geklärt werden müssen, bevor wir weiter verhandeln können."

Nachdem die ersten zwei Wochen der Koalitionsverhandlungen recht lautlos abgelaufen waren, hatte sich die Stimmung zwischen den Parteien am Dienstag und Mittwoch eingetrübt - auch weil eine Debatte um die zukünftige Zuständigkeit für das Wirtschaftsressort ausgebrochen war. Schulze will den amtierenden Wirtschaftsminister Armin Willingmann (SPD) ablösen, die Sozialdemokraten waren jedoch mit der Forderung in die Verhandlungen gegangen, dass Willingmann den Posten behält. "Die Stimmung war in dieser Woche zeitweise sehr angespannt", sagte Schulze nach der Sitzung am Mittwoch. "Trotzdem sind es weiterhin sehr konstruktive Gespräche."

© dpa-infocom, dpa:210803-99-692106/5

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