Regionalnachrichten

SachsenDigitalisierung in Krankenhäusern macht Fortschritte

30.07.2026, 06:54 Uhr
Sachsen-nimmt-bundesweit-einen-Spitzenplatz-bei-der-Digitalisierung-in-Krankenhaeusern-ein

Sachsen erreicht beim "digitalen Reifegrad" der Krankenhäuser den Spitzenplatz. Im Alltag der Patienten muss die Digitalisierung aber noch stärker ankommen.

Dresden (dpa/sn) - Sachsen liegt bei einem Ranking zur Digitalisierung der Krankenhauslandschaft bundesweit vorn. Das geht aus einer Erhebung des Konsortiums "DigitalRadar Krankenhaus" im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums hervor, über die die Techniker Krankenkasse (TK) berichtete. Mit einem durchschnittlichen "digitalen Reifegrad" von 60,3 von 100 Punkten belegt Sachsen Platz eins unter den Bundesländern, gefolgt von Berlin mit 59,4 Punkten. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 55 Punkten.

Digitalisierung in Krankenhäusern macht Fortschritte

"Die Digitalisierung der sächsischen Kliniken macht erfreuliche Fortschritte - jetzt muss sie konsequent bei den Patientinnen und Patienten ankommen und über die Grenzen einzelner Einrichtungen hinauswirken", kommentierte der sächsische TK-Chef Alexander Krauß die Zahlen. "Unser Ziel ist ein digital vernetztes Gesundheitswesen, in dem Daten aus dem Krankenhaus strukturiert in der elektronischen Patientenakte liegen und nahtlos in der Praxissoftware der Hausärztin oder des Hausarztes nutzbar sind."

Bundesweit hat sich der "DigitalRadar-Score" seit dem Start des Krankenhauszukunftsgesetzes im Jahr 2020 deutlich erhöht: von 33,3 Punkten im Jahr 2021 auf nun 55 Punkte. Das entspricht einem Zuwachs von rund 65 Prozent; bei sächsischen Kliniken beträgt die relative Verbesserung rund 73 Prozent. Insgesamt nahmen an der dritten Erhebung 1.531 Krankenhäuser teil, darunter alle sächsischen Kliniken, hieß es.

Digitalisierung stärker in Behandlung spürbar machen

Der digitale Reifegrad wird in sieben Dimensionen gemessen und basiert auf der Selbsteinschätzung der Krankenhäuser. Nach der jüngsten Auswertung gibt es in allen Bereichen Fortschritte. "Die technischen und organisatorischen Strukturen sind digitaler, das Krisen- und Risikomanagement sowie die Leistungsfähigkeit der Systeme haben sich verbessert und klinische Abläufe werden immer häufiger digital unterstützt", betonte die TK.

Zugleich werde klar, dass die Nutzung digitaler Anwendungen im Patientenalltag - etwa über Portale, Telemedizin oder digitale Formulare - weiter gestärkt werden müsse.

212 Millionen Euro für sächsische Kliniken

Bundesweit stehen den Krankenhäusern aus dem Krankenhauszukunftsfonds 4,3 Milliarden Euro für die Digitalisierung zur Verfügung; 1,3 Milliarden Euro werden von den Bundesländern bereitgestellt. In Sachsen fließen 212 Millionen Euro in digitale Projekte der Kliniken.

Quelle: dpa

Regionales