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SachsenNach Rekordjahr 2025: Deutlich weniger Borreliose-Fälle

08.09.2026, 05:02 Uhr
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Im vergangenen Jahr hatte es einen sprunghaften Anstieg bei der durch Zecken übertragenen Erkrankung gegeben. Vom Niveau des Rekordjahres ist Sachsen weit entfernt.

Dresden (dpa/sn) - In der aktuellen Zeckensaison haben sich in Sachsen deutlich weniger Menschen mit Borreliose infiziert als im Rekordjahr 2025. Bis Ende August wurden 1.240 Fälle registriert, wie aus aktuellen Daten der Landesuntersuchungsanstalt (LUA) hervorgeht. Das sind fast 500 Fälle oder ein Viertel weniger als im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres, in dem das LUA einen sprunghaften Anstieg der durch Zecken übertragene Erkrankung registrierte.

2025 hatten sich insgesamt rund 2.600 Menschen in Sachsen mit Borreliose infiziert. Das waren etwa 1.000 mehr als 2024 - und so viele wie nie zuvor seit Einführung der Meldepflicht 1995.

Gefahr nach unbehandelten Bissen

Borreliose gilt als die häufigste durch Zecken übertragene Erkrankung in Deutschland. Laut Angaben der LUA ist die regionale Verbreitung des Erregers sehr unterschiedlich. Bis zu 30 Prozent der Zecken tragen demnach Borrelien. Nicht bei jedem Biss einer infizierten Zecke komme es zu einer Infektion beim Menschen.

Eine Impfung gegen die bakterielle Infektion existiert bislang nicht, eine frühzeitige Behandlung mit Antibiotika ist jedoch in den meisten Fällen sehr wirksam. Borreliose kann sich unter anderem mit Müdigkeit, Leistungsabfall oder Fieber bemerkbar machen. Typisch für die Erkrankung ist die sogenannte Wanderröte: eine ringförmige Rötung der Haut rund um die Einstichstelle. Bei ausbleibender Behandlung kann es auch Wochen oder Monate später zu Nerven- oder Gelenkentzündungen kommen.

FSME-Infektionen auf Niveau von 2025

Bei der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), die ebenfalls durch Zecken übertragen wird, liegt die Fallzahl bisher auf dem Niveau von 2025. Bis Ende August gab es laut LUA in Sachsen 37 Fälle, zwei weniger als im Vorjahreszeitraum.

FSME beginnt mit grippeähnlichen Beschwerden, später sind auch Ausfälle im Nervensystem möglich. In schweren Fällen kann FSME zu Entzündungen von Gehirn und Hirnhäuten mit bleibenden Schäden führen. Fast der gesamte Freistaat gilt als Risikogebiet. Für FSME existiert eine Schutzimpfung.

Quelle: dpa

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