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ThüringenDemonstranten fordern Nachbesserung bei Hochschulfinanzen

08.10.2026, 17:48 Uhr
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Die geplante Finanzierungsvereinbarung für die Thüringer Hochschulen stößt auf Widerstand. Demonstranten machen vor dem Landtag auf die Probleme aufmerksam.

Erfurt (dpa/th) - Studierende und Gewerkschafter haben bei einer Aktion vor dem Thüringer Landtag Verbesserungen bei der Hochschulfinanzierung gefordert. "Bildung + Forschung braucht Geld", hieß es auf einem der Transparente. Die Gewerkschaft Verdi befürchtete, dass mit der neuen Hochschulrahmenvereinbarung im Freistaat ein Personalabbau von 10 bis 15 Prozent erfolgt. Die Hochschulen würden unter massiven finanziellen Druck gesetzt.

90 Prozent des wissenschaftlichen Personals seien befristet beschäftigt. "Bei Kürzungen sind wir die Ersten, die gehen müssen", sagte Kathrin Meißner, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Bauhaus-Universität Weimar. Die Konsequenz sei, dass Workshops oder Seminare für die Studierenden nicht mehr stattfänden. Thüringens Vorteil mit kleineren Gruppen und mehr persönlichen Kontakten beim Studium drohe, verspielt zu werden.

Angemessene Finanzierung verlangt

Die Demonstranten, darunter Gewerkschafter von Verdi und der GEW, machten mit Trillerpfeifen und Rasseln vor dem Plenarsaal auf sich aufmerksam, in dem die Abgeordneten tagten. Das Bekenntnis der Landesregierung zum Erhalt der Hochschulen müsse mit einer angemessenen Finanzierung einhergehen, erklärte Verdi.

Der Rahmenplan sieht den Erhalt der zehn Hochschulstandorte im Freistaat vor - aber Geld fließt nicht mehr so üppig wie bisher. Die neue Hochschulrahmenvereinbarung sieht unter anderem vor, dass die Hochschulen von 2027 bis 2031 rund 3,1 Milliarden Euro vom Land erhalten. Die Steigerungsraten pro Jahr liegen zwischen 1,24 und 1,75 Prozent zum Vorjahr. Zum Vergleich: Ende 2025 war noch eine Steigerung um 3,5 Prozent festgelegt worden. Zudem müssen die Hochschulen Pensionszahlungen für ausscheidendes Personal tragen.

Quelle: dpa

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