ThüringenImmer mehr Menschen in Thüringen streben Doktortitel an

Der Trend zur Promotion setzt sich im Freistaat fort - Tausende schreiben an ihrer Doktorarbeit. Vor allem an eine Hochschule zieht es sie dafür.
Erfurt (dpa/th) - An den Thüringer Hochschulen streben mehr Menschen einen Doktortitel an. Ende vergangenen Jahres saßen 6.448 Menschen an ihren Doktorarbeiten, wie das Statistische Landesamt mitteilte. Seit 2018 steigt die Zahl der Doktorandinnen und Doktoranden im Freistaat stetig - damals waren es mit 5.380 mehr als 1.000 Menschen weniger als Ende 2025.
Die Zahlen beinhalten sowohl diejenigen, die eine Promotion begannen als diejenigen, die sie aktiv fortsetzten. Im Vergleich zu Dezember 2024 gab es im vergangenen Jahr demnach einen Anstieg bei den Promovierenden von 6.351 um 1,5 Prozent.
Besonders gefragt sind laut Statistik die Bereiche Mathematik und Naturwissenschaften sowie Medizin. Die Verteilung der Geschlechter war im vergangenen Jahr quasi ausgeglichen: Mit 49,2 Prozent waren knapp die Hälfte Frauen. Insgesamt kam rund jeder vierte Doktorand den Zahlen zufolge aus dem Ausland.
Mehr als zwei Drittel (70,8 Prozent) strebten den Daten zufolge ihren Doktortitel an der Friedrich-Schiller-Universität Jena an, gefolgt von der Technischen Universität Ilmenau (12,6 Prozent) und der Bauhaus-Universität Weimar (8,7 Prozent). Bislang verfügten fünf Hochschulen im Freistaat über das Promotionsrecht. Ab diesem Wintersemester ist es nun möglich, an der Ernst-Abbe-Hochschule in Jena als erste Hochschule für Angewandte Wissenschaften an einem Promotionszentrum einen Doktortitel zu erwerben.