ThüringenUmweltminister Schneider für Wasserprobe mit Kescher in Gera

Dieser Sommer sei ein Weckruf mit Blick auf die Ressource Wasser, sagt der Bundesumweltminister. Zusammen mit Bürgerforschern hat er den Zustand der Gera untersucht.
Erfurt (dpa/th) - Mit Gummistiefeln und Kescher ausgestattet hat sich Bundesumweltminister Carsten Schneider in Erfurt an einer Untersuchung der Gera beteiligt. Zusammen mit Mitwirkenden des Bürgerforschungsprojekts Flow nahm der SPD-Politiker den Zustand des Gewässers in den Blick. "Gerade dieser Sommer ist ein Weckruf, dass wir mit der wertvollen Ressource Wasser anders umgehen müssen als bisher", sagte Schneider.
Das Resultat der Probe: Sowohl die Gewässerstruktur als auch die Artenvielfalt seien noch gut, sagte Projektkoordinator Roland Bischof. Mit Blick auf das anhaltende Niedrigwasser sei das besser als erwartet.
Schneider betonte die Bedeutung von natürlichen Wasserräumen. "Daher müssen wir Bächen und Flüssen wieder mehr Raum geben, ihre Auen und Überflutungsflächen stärken." Um einen Überblick über die Situation der zahlreichen kleinen Bäche und Flüsse zu haben, seien Bürgerforschungsprojekte wie das Flow-Projekt "wertvoll und überaus hilfreich".
Bei dem Vorhaben haben seit 2021 rund 2.000 Freiwillige bundesweit mehr als 500 Probestellen in kleinen Fließgewässern untersucht und Daten gesammelt, wie es von der Friedrich-Schiller-Universität Jena heißt. Beteiligt an dem bundesweiten Forschungsprojekt sind unter anderem auch das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung sowie das Deutsche Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung Halle-Jena-Leipzig.