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ThüringenWeniger Krankschreibungen wegen Atemwegsinfekten

24.07.2026, 09:01 Uhr
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Der Krankenstand ist derzeit politisch heiß diskutiertes Thema. Wie hat er sich in Thüringen entwickelt?

Erfurt (dpa/th) - Krankschreibungen wegen Atemwegserkrankungen sind in Thüringen nach Angaben von Krankenkassen in diesem Jahr zurückgegangen. Bei der DAK sorgten Husten, Schnupfen, grippale Infekte, Influenza, Corona und Co. im ersten Halbjahr für 2,01 Krankheitstage je Beschäftigten, wie die Kasse mitteilte. In den ersten sechs Monaten 2025 waren es 2,6 Fehltage. Eine ähnliche Entwicklung beobachtet die Barmer.

Sie registrierte im ersten Halbjahr je Versicherten im Schnitt 2,1 Krankheitstage wegen Atemwegsinfekten. In den ersten sechs Monaten 2025 seien es 2,8 Tage gewesen, hieß es von der Barmer auf Anfrage. 2025 hatte eine schwere Grippewelle für volle Arztpraxen und einen massiven Anstieg der Fehltage wegen Atemwegserkrankungen geführt. In diesem Jahr verlief die Grippesaison weniger heftig.

Die DAK meldete trotz des Rückgangs bei Atemwegserkrankungen von Januar bis Ende Juni insgesamt einen leicht erhöhten Krankenstand von 6,1 Prozent. Das bedeutet, dass an jedem Tag in diesem Zeitraum durchschnittlich 61 von 1.000 Beschäftigten krankheitsbedingt ausfielen (2025: 60 von 1.000).

Anstieg bei psychischen Erkrankungen

Thüringer DAK-Versicherte waren im ersten Halbjahr im Schnitt etwa zehn Tage krankgeschrieben. Die Dauer variiert dabei je nach Erkrankung stark. Während Atemwegsinfekte mit sechs Tagen Krankschreibung verbunden waren, fielen Erwerbstätige mit psychisch bedingten Krankschreibungen - etwa wegen Depressionen, Ängsten und Burn-out - durchschnittlich 31,5 Tage aus.

Die DAK hatte für die Analyse die Daten von 46.600 erwerbstätigen Versicherten in Thüringen ausgewertet. Die Kasse hat im Freistaat rund 130.000 Versicherte.

Bei der Barmer mit in Thüringen rund 185.000 Versicherten ging der Krankenstand binnen Jahresfrist von 7,1 Prozent auf 6,3 Prozent zurück. Krankheitsbedingte Ausfälle dauerten hier im ersten Halbjahr im Schnitt 11,5 Tage.

Quelle: dpa

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