Praktische Tipps für mehr SolarstromBalkonkraftwerk im Herbst: So klappt es mit dem meisten Ertrag

Kürzere Tage, tiefer stehende Sonne und Laub können Balkonkraftwerke im Herbst ausbremsen. Mit der passenden Ausrichtung, regelmäßig gesäuberten Solarmodulen und sogenanntem Overpaneling lässt sich dennoch möglichst viel Strom erzeugen.
Im Herbst muss sich ein Balkonkraftwerk mit weniger Sonnenstunden, wechselhaftem Wetter und länger werdenden Schatten arrangieren. Ausgedient hat die Mini-Solaranlage damit für die aktuelle Sonnenstromsaison aber noch lange nicht. Drei Maßnahmen helfen dabei, auch in der Übergangszeit möglichst viel Solarstrom zu ernten.
Wolken bedeuten nicht automatisch Stillstand: Moderne Solarmodule nutzen neben direkter Sonneneinstrahlung auch reichlich diffuses Licht. Zugegebenermaßen fällt der Ertrag an grauen Herbsttagen deutlich niedriger aus als bei wolkenlosem Sommerhimmel – ein gut ausgerichtetes und unverschattetes Balkonkraftwerk kann Kühlschrank, Router und andere Dauerverbraucher aber weiterhin zumindest anteilig versorgen. Auf diese drei Punkte kommt es jetzt besonders an.
Tipp 1: Mehr Modulfläche fängt mehr Herbstsonne ein
Wenn die Sonne seltener und weniger kräftig scheint, spielt die installierte Solarleistung der Module eine noch wichtigere Rolle. Eine hohe Modulleistung ermöglicht, dass der Wechselrichter bei schwankenden Bedingungen häufiger eine hohe Ausgangsleistung erreicht. Das nennt man "Overpaneling" – man installiert also mehr Modulpower als der Wechselrichter eigentlich ins Haus lassen darf. Für Steckersolargeräte gilt in Deutschland eine Maximalgrenze von 800 Watt Wechselrichterleistung, die Solarmodule dürfen jedoch bis zu 2.000 Watt Peak Leistung liefern.
Ein Beispiel für so ein Balkonkraftwerk ist das Quattro XL vom Anbieter Kleines Kraftwerk. Dessen vier bifaziale Solarmodule kommen zusammen auf die besagten 2.000 Wp. Zudem ist ein moderner Solarspeicher im Set enthalten: Die Anker Solarbank 3 Pro nimmt überschüssige Energie auf und stellt sie später wieder bereit. Gerade im Herbst kann das sinnvoll sein: Der Speicher erzeugt zwar keinen zusätzlichen Strom, verhindert aber, dass ein sonniges Zeitfenster am Mittag ungenutzt verstreicht, wenn der Haushalt gerade wenig Energie verbraucht. Bei Kleines Kraftwerk wird das Set gerade mit über 700 Euro Rabatt angeboten.
Solarmodule: 4 bifaziale Module mit zusammen 2.000 Watt Peak
Speicher: Anker Solarbank 3 Pro mit 2,7 kWh und Wechselrichterfunktionalität
Solareingang: bis zu 3.600 Watt, vier MPP-Tracker
Einspeisung: bis zu 800 Watt im regulären Steckersolarbetrieb
Steuerung: Anker-App und Smart Meter zur bedarfsgerechten Abgabe
Hinweis: Die Preise sind volatil und die Händler passen bisweilen auch die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) an. Sollten sich die Preise von den hier angegebenen unterscheiden, haben die Händler sie nach Veröffentlichung des Artikels geändert.
Das Set richtet sich an Haushalte mit ausreichend Platz für vier Module und mittlerem bis hohem Strombedarf. Die Solarbank bringt 2,7 kWh Speicherkapazität mit und lässt sich modular erweitern. Im Set steckt außerdem gratis ein Smart Meter: Der muss einmal von einer Elektrofachkraft im Stromkasten installiert werden und teilt dem Speicher künftig mit, wie viel Strom in jedem Moment verbraucht wird – dies gewährleistet, dass man fast den gesamten Strom vom Balkonkraftwerk auch wirklich selbst verbraucht.
Tipp 2: Aufstellwinkel und Schatten im Blick behalten
Im Laufe des Herbstes steht die Sonne zunehmend tiefer am Horizont. Eine flach aufgeständert montierte Anlage, die im Hochsommer gut funktioniert, hat dann möglicherweise nicht mehr den günstigsten Einstrahlungswinkel. Verstellbare Halterungen sind praktisch: Auf Flachdach, Terrasse oder im Garten lassen sich die Module für die dunklere Jahreshälfte steiler aufrichten. Balkonkraftwerkbetreiber mit senkrecht am Geländer angebrachten Modulen freuen sich sogar über den flacheren Winkel der Sonnenstrahlen und können nun etwas mehr Leistung herauskitzeln.
Mindestens ebenso wichtig ist der veränderte Schattenwurf: Ein Baum, eine Balkonbrüstung oder ein Nachbargebäude können im Frühjahr und Sommer unproblematisch sein und wenige Wochen später bereits lange Schatten auf die Module werfen. Wer die Module am Balkongeländer hat, kann da leider wenig machen. Doch bei einer Mini-PV-Anlage im Garten, auf der Terrasse oder einem größeren Garagendach gibt es meist Möglichkeiten zur Optimierung.
Tipp 3: Laub und Schmutz checken sowie beseitigen
Im Herbst genügt schon eine Handvoll nasser Blätter, um einen Teil des Moduls abzudecken. Hinzu kommen Vogelkot, Staub oder Pollenreste aus dem Sommer. Regen entfernt leichte Verschmutzungen häufig, festklebendes Laub jedoch nicht zuverlässig. Das ist bei vertikal am Balkon angebrachten Modulen kein Problem, auf der Terrasse kann es aber anders aussehen. Dann sinkt die Leistung leider nicht nur in dem Ausmaß der verdunkelten Fläche, sondern bricht spürbar ein.
Deshalb gilt: Eine regelmäßige Blickkontrolle hilft, um Ertragseinbußen vorzubeugen. Solarmodule sind zwar äußerst wartungsarm, freuen sich ab und zu aber über eine sanfte Reinigung. Gut erreichbare Module kann man vorsichtig mit klarem Wasser und einem weichen Tuch oder Schwamm reinigen. Scheuermittel, harte Bürsten und Hochdruckreiniger sind tabu, weil sie Glas, Beschichtung oder Dichtungen beschädigen können.
Wer Platz für zwei Module hat, findet mit dem Solakon-Balkonkraftwerk bei Amazon eine preiswerte Einsteigerlösung. Das Set kombiniert zwei bifaziale Module mit zusammen 900 Watt Peak und einen Markenwechselrichter mit 800 Watt Ausgangsleistung. Da im Set noch keine Halterungen inbegriffen sind, können sich Kunden den Aufstell- beziehungsweise Montageort frei aussuchen.
Fazit: Auch im Herbst zählt jede Sonnenstunde
Ein Balkonkraftwerk erreicht im Herbst naturgemäß nicht mehr die Erträge langer Sommertage. Abschalten oder abbauen muss deshalb aber niemand. Eine großzügig dimensionierte Modulfläche, ein sinnvoll angepasster Neigungswinkel und saubere, unverschattete Panels holen mehr aus den kürzeren Tagen heraus.
Ein Speicher wie die Anker Solarbank 3 Pro kann die Nutzung des wertvollen Stroms außerdem in die Abendstunden verschieben. Dann muss man sich keine Gedanken mehr machen, ob bei Sonnenschein am Mittag oder Nachmittag auch genügend Verbraucher im Haus laufen, um die Solarenergie direkt zu verbrauchen.
