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Telekommunikation aus ÖsterreichSpusu: Familienunternehmen mischt den deutschen Mobilfunkmarkt auf

21.09.2026, 08:58 Uhr
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Der Mobilfunkanbieter Spusu beschreitet in vielerlei Hinsicht neue Wege. (Foto: IMAGO / Zoonar)

Deutschland ist um einen Mobilfunkanbieter reicher: Der österreichische Provider Spusu erobert den hiesigen Markt. Das Familienunternehmen will vor allem mit Service und Transparenz punkten. Gelingt das?

Kleinere Mobilfunkunternehmen treten in Deutschland normalerweise eher als Vermittler oder als Discounter auf. Und beim Kundenservice der Großkonzerne ist oft noch Luft nach oben. Genau diese Lücke will nun der österreichische Mobilfunkanbieter Spusu ausfüllen.

Bei Spusu, einer Abkürzung für "sprich und surf", gibt es standardmäßig keine Mindestvertragslaufzeit. Alle Tarife sind zum Monatsende kündbar. Auch die bei vielen Anbietern astronomisch hohe und undurchsichtige Anschlussgebühr entfällt bei den Österreichern vollständig. Ebenfalls außergewöhnlich: Alle Tarife bieten eine schnelle 5G-Datenrate von bis zu 200 Megabit pro Sekunde (Mbit/s), obwohl sich die Tarifpreise auf Discount-Niveau bewegen.

Die günstigste Option kostet nur 4,90 Euro im Monat. Zu diesem Kostenpunkt gibt es bei anderen Anbietern üblicherweise ein Surf-Tempo von maximal 50 Mbit/s. Ein weiterer Clou aller Spusu-Tarife ist das sogenannte Daten.Trans.Fair-Feature. Das ermöglicht es, nicht verbrauchtes Datenvolumen bis zu einer festgelegten Größe in die Folgemonate zu übertragen. Eine Möglichkeit, die es sonst nur bei teuren Telekom-Tarifen gibt.

Spusu: Transparenz und Service als Erfolgsrezept

Das privat geführte Familienunternehmen hat sich in seiner Heimat durch besonders faire und transparente Angebote sowie persönlichen Kundenservice zu einer festen Größe auf dem österreichischen Mobilfunkmarkt entwickelt und zählt dort über eine Million Kunden. Elf Jahre nach Gründung schickt sich der Provider nun an, dieses Kunststück in Deutschland zu wiederholen. Wie sehr sich das Unternehmen vom Rest der hiesigen Wettbewerber absetzt, zeigt bereits ein Blick in das Tarifangebot.

  • Bis zu 200 Mbit/s

  • Monatlich kündbar

  • Kein Anschlusspreis

  • Daten.Trans.Fair-Depot

  • 1.000 Freiminuten ins EU-Ausland

  • Kostenlose Nutzung in UK und Schweiz

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Spusu Legendär mit 100 GB
12,90 € / Monat

Hinweis: Die Preise sind volatil und die Händler passen bisweilen auch die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) an. Sollten sich die Preise von den hier angegebenen unterscheiden, haben die Händler sie nach Veröffentlichung des Artikels geändert.

Tarife für fast alle Bedürfnisse

Aktuell bietet Spusu in Deutschland fünf Tarifoptionen an. Alle kommen inklusive Telefon- und SMS-Flatrate. Die kleinste Variante beinhaltet monatlich fünf Gigabyte Datenvolumen für 4,90 Euro, die größte 120 Gigabyte für 19,90 Euro. Der aktuelle Preis-Leistungs-Sieger ist der Tarif Spusu Legendär mit 100 Gigabyte. Die Option ist nur bis zum 8. Oktober 2026 erhältlich und kostet gerade einmal 12,90 Euro im Monat.

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Spusu Legendär mit 100 GB
12,90 € / Monat

Das Daten.Trans.Fair-Depot ist bei allen Tarifen jeweils doppelt so groß wie der enthaltene Datenvorrat. So lässt sich theoretisch das ungenutzte Kontingent von bis zu zwei Monaten auffangen und später abbummeln. Anders als die meisten Konkurrenztarife bietet Spusu die Möglichkeit, die Leistungen auch außerhalb der EU in Großbritannien und der Schweiz zu nutzen. 1.000 Freiminuten für Gespräche von Deutschland in andere EU-Länder sind ebenfalls inklusive.

Eigene Technik, persönlicher Service

Eigene Wege beschreitet Spusu auch auf technischer Ebene. Die Tarife funken zwar grundsätzlich im 5G-Netz von Vodafone, nutzen aber einen hauseigenen technischen Unterbau. Spusu betreibt eigenen Angaben zufolge ein eigenes Mobilfunk-Kernnetzwerk, das für die Verbindung mit den anderen Netzen und dem Internet zum Einsatz kommt. Üblicherweise kaufen Mobilfunkanbieter diese Technologie bei Großkonzernen ein, Spusu hat das System als einer von wenigen Providern weltweit selbst programmiert.

Das ermöglicht es dem Unternehmen, eigener Aussage zufolge, schnell auf Kundenbedürfnisse zu reagieren und Lizenzkosten einzusparen. Zudem bilde die Technik einen wichtigen Grundstein, um maximale Servicequalität zu gewährleisten. Die genießt bei Spusu laut Unternehmensgründer Franz Pichler oberste Priorität. Endlose Warteschleifen und KI-Bots im Chat oder am Telefon gibt es demnach bei den Österreichern nicht. Anrufe werden laut Pichler innerhalb von rund zehn Sekunden vom hausinternen Betreuungs-Team entgegengenommen. Das Gleiche gilt laut Pichler für Anfragen via WhatsApp.

Starke Erfolgsaussichten?

Günstige Preise, großer Leistungsumfang, persönlicher Service und maximale Transparenz – das klingt fast zu gut, um wahr zu sein. In Österreich ist diese Rechnung aber bereits aufgegangen. Ob es Spusu gelingt, auch deutsche Kunden von diesen Vorzügen zu überzeugen und das hohe Qualitätsniveau auch bei schnell wachsendem Kundenstamm aufrechtzuerhalten, bleibt abzuwarten. Die Zeichen für einen erfolgreichen Deutschlandstart scheinen jedenfalls gut zu stehen. Sollte Spusu einen Durchmarsch hinlegen, könnte das die etwas festgefahrenen Strukturen des deutschen Mobilfunkmarkts in Bewegung versetzen.

Quelle: ntv.de