Fußball-WM 2019

Fußball-Effizienz gegen Nigeria DFB-Frauen kämpfen sich ins WM-Viertelfinale

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Alexandra Popp beschenkte sich in ihrem 100. Länderspiel mit dem wichtigen Führungstor gegen Nigeria.

(Foto: imago images / HMB-Media)

Nicht immer schön, aber höchst effizient arbeiten sich die deutschen Fußballerinnen im WM-Achtelfinale zu einem klaren Sieg gegen Außenseiter Nigeria. Während Torhüterin Almuth Schult hinten cool ihre weiße Weste wahrt, leitet Jubilarin Alexandra Popp vorn den Erfolg ein.

Angeführt von Jubiläums-Torschützin Alexandra Popp sind die deutschen Fußball-Frauen ins Viertelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft eingezogen. Vor 17.988 Zuschauern im Stade des Alpes in Grenoble gab es einen letztlich ungefährdeten 3:0 (2:0)-Sieg gegen Nigeria. Spielführerin Alexandra Popp (20.) erzielte in ihrem 100. Länderspiel die Führung. Den zweiten Treffer steuerte Sara Däbritz (27.) per Foulelfmeter bei. Lea Schüller (82.) sorgte mit ihrem Tor für die Entscheidung. Auch im vierten WM-Spiel blieb die DFB-Elf ohne Gegentor.

Es war im achten Spiel gegen Nigeria der achte Zu-Null-Sieg für die DFB-Frauen. Sie treffen nun in der Runde der letzten Acht am kommenden Samstag in Rennes auf den Sieger der Partie zwischen Schweden und Kanada. Das Achtelfinale zwischen beiden Teams wird am Montag in Paris (ab 21 Uhr im n-tv.de Liveticker) ausgetragen.

In der Startelf wird kaum rotiert

Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg wechselte im Vergleich zum 4:0 gegen Südafrika nur auf einer Position. Für Klara Bühl kam im Angriff Lea Schüller erstmals bei dem Turnier in der Startelf zum Einsatz. Spielmacherin Dzsenifer Marozsan gehörte nach ihrem Zehenbruch im ersten Spiel gegen China erstmals wieder zum Kader, spielte aber nicht. Nigerias Coach Thomas Dennerby musste auf die gesperrten Ngozi Ebere und Rita Chikwelu verzichten. Topstar Asisat Oshoala vom FC Barcelona saß angeschlagen nur auf der Bank.

Trotzdem begann der amtierende Afrikameister mutig und kam in der 2. Minute zum ersten Torschuss. Der Ball von Francisca Ordega war allerdings kein Problem für Keeperin Almuth Schult. Die deutsche Elf hatte in der 6. Minute die große Chance zur Führung, als Lina Magull nach einer eigentlich missglückten Freistoßvariante doch noch aus kurzer Distanz zum Schuss kam, aber gerade noch geblockt wurde.

Standards bringen Tore

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Zwar hatte die deutsche Auswahl mehr Ballbesitz, spielte gegen technisch limitierte, aber körperlich robuste Nigerianerinnen jedoch oft zu ungenau und zu kompliziert nach vorn. Das betraf auch die Standards. Als sich die Deutschen dann einmal für eine direkte Variante entschieden, fiel prompt die Führung. Eine Ecke von Magull köpfte Popp zu ihrem zweiten Turniertor ein. Die folgenden Minuten standen dann im Zeichen des Videoassistenten (VAR). Erst ließ er Popps Treffer auf eine mögliche Abseitsstellung einer Teamkollegin kontrollieren. Die japanische Schiedsrichterin Yoshimi Yamashita sah jedoch keine Regelwidrigkeit. Dann schaltete sich der VAR nach einem Foul an Magull im Strafraum ein und es gab Elfmeter, den Däbritz sicher verwandelte. Es war ihr dritter Treffer im dritten Spiel hintereinander.

Danach agierte Nigeria deutlich offensiver und wäre kurz nach der Pause fast zum Anschlusstor gekommen. Die eingewechselte Rasheedat Ajibade kam am Fünfmeterraum zum Schuss, Desire Oparanozie verfehlte den Ball mit ihrer Grätsche nur knapp. Die deutsche Elf beschränkte sich bei hochsommerlichen Temperaturen meist auf das Nötigste, spielte ihre Kontermöglichkeiten zu schlecht aus - bis Schüller in der Schlussphase die Entscheidung gelang.

Quelle: n-tv.de, cwo/dpa