Sport

Todesfall Nationaltrainer Alois Lipburger verunglückt

Der Cheftrainer der österreichischen Skisprung-Nationalmannschaft, Alois Lipburger, ist bei einem Verkehrsunfall in der Nähe von Füssen ums Leben gekommen. Wie die zuständige Polizei in Kempten weiter mitteilte, wurden bei dem Unfall die österreichischen Spitzenspringer Andreas Widhölzl, im Vorjahr Sieger der Vierschanzentournee, und Martin Höllwarth leicht verletzt.

Das ÖSV-Trio befand sich nach Angaben der Polizei auf dem Rückweg vom Weltcup-Springen in Willingen, als Fahrer Höllwarth auf glatter Fahrbahn bei einem Überholmanöver die Gewalt über sein Fahrzeug verlor. Das Auto habe sich überschlagen und sei mit der rechten Seite gegen einen Baum geprallt.

Lipburger, der auf dem Beifahrersitz saß, erlag noch an der Unfallstelle seinen schweren Kopfverletzungen. Die beiden Springer wurden vorsorglich in eine Klinik eingeliefert.

Fahrer Höllwarth drohen nach österreichischen Agenturberichten möglicherweise strafrechtliche Folgen.

“Wir sind total geschockt”, erklärte ÖSV-Renndirektor Sprunglauf.

ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel kündigte an, dass die österreichischen Skirennläufer bei der Weltmeisterschaft in St. Anton mit Trauerflor fahren werden und der Verband einen Trauergottesdienst abhalten wird.

In seiner aktiven Zeit als Skispringer war Lipburger 1978 in Lahti Vize-Weltmeister von der Großschanze geworden, in seiner letzten Saison 1980 feierte er zwei Weltcup-Siege. Zu seinen Trainerstationen gehörte 1983/84 auch die als Männer-Bundestrainer im Deutschen Skiverband für die Nordische Kombination. Lipburger hinterlässt Ehefrau Carlyn und zwei Kinder.

Quelle: n-tv.de