Der Sport-TagAngst vor schwerem Sturmtief wirbelt WM-Plan durcheinander
Eine Unwetterwarnung hat den Auftakt zur Seesegel-Weltmeisterschaft vor Kiel durcheinander gewirbelt: Das Eröffnungsrennen kann nicht wie geplant stattfinden, weil ab Montag im Norden ein schweres Sturmtief erwartet wird. Geplant war, dass die 115 Boote aus 13 Nationen in der Kieler Innenförde zur Auftakt-Langstrecke in der Ostsee aufkreuzen und in ein Rennen durch die Nacht starten.
Viele Teilnehmer hatten die Ostsee-Langstrecke von bis zu 220 Seemeilen wegen der Sturmwarnungen als nicht durchführbar betrachtet. Sie wollen zum WM-Start keinen Materialbruch riskieren. Nach internen Beratungen sagte WM-Sportchef Eckart Reinke am Sonntagnachmittag: "Wir haben mit Augenmaß entschieden, um Material und Menschen zu schonen und das Risiko gering zu halten. Deswegen wird es nicht durch die Nacht gehen. Aber es ist eine Offshore-WM und wir wollen trotz Sturm ein küstennahes Rennen im geschützten Revier segeln." Ob die für eine WM klassische Langstrecke nachgeholt werden kann, blieb zunächst offen. Der Kieler Wetter- und Segelexperte Sebastian Wache sagte: "Es wird spannend, weil nicht ganz klar ist, wie hoch die Windspitzen gehen." Die Aussichten liegen zwischen schwerem Sturm und orkanartigen Bedingungen.