Der Sport-TagAnschlagsdrohung? Klubbosse kommen bei Erstliga-Spiel nicht ins Stadion
Für den FC Everton geht es heute ab 16 Uhr um ziemlich viel: Der Drittletzte der Premier League empfängt das Schlusslicht, den FC Southampton. Läuft es schlecht für die Toffees, könnten sie am Ende der 90 Minuten auf den letzten Platz zurückfallen. Die prekäre sportliche Lage ist aber nicht der Grund, warum der Klub wenige Stunden vor Anpfiff ein offizielles Statement verschickt - in dem es darum geht, dass die Führungsriege des FC Everton das Heimspiel nicht besuchen wird. "Ernstzunehmende, glaubwürdige Drohungen gegen die Sicherheit" sind demnach eingegangen und im Zusammenhang mit "immer häufigeren Vorfällen dissozialen Verhaltens inklusive gezielter körperlicher Übergriffe bei den jüngsten Heimspielen" sei entschieden worden, diesen Schritt zu gehen.
Die Klubbosse sehen sich seit Monaten scharfer Kritik ausgesetzt, weil der Stadtrivale des FC Liverpool nach Jahren im (oberen) Mittelfeld schon in der Vorsaison lange gegen den Abstieg gespielt hatte - und auch jetzt der Absturz in die Zweitklassigkeit droht - erstmals seit den 1950er Jahren. Der neunfache englische Meister spielte in seiner mehr als 100-jährigen Geschichte überhaupt erst vier Saisons nicht in der höchsten Liga des Landes.