Der Sport-TagDFB gesteht nach Pokal-Wut: Tor hätte zählen müssen
Das aberkannte Freiburger Tor im DFB-Pokal-Halbfinale beim VfB Stuttgart (1:2) hätte nach Ansicht des Deutschen Fußball-Bundes zählen müssen. Bei dem Duell in der ersten Minute der Verlängerung zwischen SC-Stürmer Lucas Höler und Jeff Chabot habe es sich um einen "robusten, aber regelkonformen Zweikampf" gehandelt, urteilte Marco Fritz, Leiter Regelauslegung und Evaluation in der DFB Schiri GmbH, auf Anfrage.
Schiedsrichter Tobias Welz hatte auf Foul gegen VfB-Abwehrspieler Chabot entschieden, Hölers direkt danach erzieltes Tor zählte nicht. Es wäre das 2:1 für die Freiburger gewesen, die schließlich durch einen Treffer des Stuttgarter Jokers Tiago Tomas in der 119. Minute den Final-Einzug verpassten.
"In der Dynamik des Spiels hat der Schiedsrichter im Zweikampf zwischen Lucas Höler und Jeff Chabot einen regelwidrigen Armeinsatz von Höler wahrgenommen. Deshalb hat er auf Foulspiel entschieden und das Spiel unterbrochen", erklärte Fritz. "Mit den Fernsehbildern wäre es jedoch deutlich besser gewesen, das Duell als robusten, aber regelkonformen Zweikampf zu bewerten, die Partie weiterlaufen zu lassen und das unmittelbar folgende Tor von Höler zu geben."