Der Sport-TagDOSB: "Tiefschlag für den Weltsport"
Der DOSB hält das Nike Oregon Project für ein "eindrucksvolles Beispiel, wie groß die Gefahren von ausschließlich kommerziell ausgerichteten Projekten" seien. Nach dem russischen Staatsdoping stelle die jetzige Nike-Geschichte "einen weiteren Tiefschlag für den Weltsport" dar. "So kann und wird weltweite Chancengleichheit nicht gelingen", sagte Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes, laut einer Mitteilung. "Es bleibt zu hoffen, dass die Wada (Anm.d.Red.: Welt-Anti-Doping-Agentur) nun in aller Konsequenz agiert und den gesamten Projektzeitraum mit allen Trainern und Athleten analysiert." Das werde gegebenenfalls weitere hochinteressante Erkenntnisse und vielleicht auch erneut die Korrektur von Ergebnislisten nach sich ziehen.
Nach der verhängten vierjährigen Sperre für Alberto Salazar, dem Chefcoach des Oregon Projects, hatte der Sportartikelhersteller Nike das Ende des Trainingszentrums in Portland angekündigt. Seit Herbst 2018 trainierte dort die deutsche Läuferin Konstanze Klosterhalfen, die bei der WM in Doha Dritte über 5000 Meter geworden war.