Zverev gibt Gesundheits-Update und sinniert über "sehr harte Entscheidung"
Tennis-Olympiasieger Alexander Zverev hat sich einen Tag nach seinem offiziellen Startverzicht bei den anstehenden US Open mit einer Erklärung an die Fans gewendet. "Ich wollte euch nur kurz sagen, dass mein Heilungsprozess extrem gut voranschreitet. Ich bin sehr glücklich, wo ich gerade stehe. Aber leider werde ich dieses Jahr nicht nach New York kommen. Es war eine sehr harte Entscheidung", sagte 25-Jährige in einem Instagram-Video, "aber ich will das Risiko jetzt nicht eingehen."
Am Montag hatten bereits die Veranstalter des letzten Grand-Slam-Turniers des Jahres bekannt gegeben, dass Zverev nicht teilnehmen könne. Der Finalist von 2020 war Anfang Juni im Halbfinale der French Open gegen den späteren Sieger Rafael Nadal aus Spanien umgeknickt und hatte sich alle drei seitlichen Bänder im rechten Sprunggelenk gerissen. Die deutsche Nummer eins musste operiert werden. Sein Comeback plant Zverev nun bei der Zwischenrunde des Davis Cups vom 13. bis 18. September in Hamburg.
Nationaltorhüterin erlebt Rückschlag nach Schilddrüsenkrebs
Fußball-Nationaltorhüterin Ann-Katrin Berger ist erneut an der Schilddrüse erkrankt. "Ich wollte meine Fans direkt darüber informieren, dass nach vier Jahren ohne Krebs leider ein Rezidiv in meiner Schilddrüse festgestellt wurde", schrieb die 31-Jährige auf der Webseite ihres Klubs FC Chelsea in London und bei Instagram. Sie arbeite eng mit dem Vereinsarzt und einem Spezialisten in London zusammen. "Ich bin zuversichtlich, dass meine Behandlung genauso effektiv sein wird wie beim letzten Mal, und ich freue mich darauf, wieder auf dem Platz zu stehen und euch alle in Kingsmeadow und an der Stamford Bridge zu sehen", meinte Berger. Der FC Chelsea versprach ihr volle Unterstützung.
Berger war im November 2017 erstmals an Schilddrüsenkrebs erkrankt. Nach einer Operation im darauffolgenden Monat stand sie bereits Anfang 2018 wieder auf dem Platz. Berger hatte bei der EM im Juli in England im deutschen Kader gestanden, kam aber nicht zum Einsatz.
Leichtathletik-Ikone beendet Karriere
Die frühere Diskus-Vizeweltmeisterin Nadine Müller beendet in der kommenden Woche ihre Karriere. Die 36-Jährige vom SV Halle kündigte auf Instagram an, dass das Istaf in Berlin am 4. September ihr letzter Wettkampf sein werde. Müller sprach in ihrer Mitteilung von "vielen tollen Momenten und zahlreichen Medaillen", die nach der mehr als 20 Jahre andauernden Karriere bleiben. 2011 gewann Müller WM-Silber, 2015 Bronze. 2012 und 2018 wurde sie Vize-Europameisterin und gewann insgesamt sechs Titel bei deutschen Meisterschaften.
Schambein-OP: Uth fehlt Köln noch wochenlang
Offensivspieler Mark Uth wird sich einer Schambein-OP unterziehen und fehlt damit dem Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln noch mehrere Wochen. "Es wird einen kleinen operativen Eingriff geben", sagte FC-Geschäftsführer Christian Keller. Dieser sei aber "nicht weiter tragisch", Uth werde "relativ schnell wieder da sein". Uth hatte sich beim DFB-Pokal-Aus beim Zweitligisten Jahn Regenburg verletzt, in der Bundesliga wartet der 30-Jährige noch auf seinen ersten Saisoneinsatz. "Wenn es gut läuft, rechnen wir schon damit, dass er in drei, vier Wochen voll zur Verfügung steht", so Keller.
Wimbledon-Fan verklagt Kyrgios nach Läster-Attacke
Tennisprofi Nick Kyrgios könnte eine seiner berüchtigten Pöbeleien teuer zu stehen kommen. Die Zuschauerin, über die der Australier während und nach dem verlorenen Wimbledon-Finale gegen Novak Djokovic heftig gelästert hatte ("700 Drinks"), reichte Klage wegen Verleumdung ein. In der von ihren Anwälten veröffentlichten Erklärung schrieb Anna Palus von einer "rücksichtslosen und völlig unbegründeten Anschuldigung gegen mich".
Diese habe nicht nur dazu geführt, dass sie zeitweise aus dem Stadion verwiesen worden war, schrieb die Klägerin: "Die falschen Anschuldigungen von Herrn Kyrgios wurden von Millionen Menschen in der Welt gesehen oder gelesen, was mir und meiner Familie erheblichen Schaden zugefügt hat." Sie wolle den möglichen Schadenersatz an wohltätige Zwecke spenden. Kyrgios hatte sich bei seiner Finalniederlage von der Zuschauerin gestört gefühlt und sie als betrunken bezeichnet. "Ich war schon einige Nächte in meinem Leben unterwegs und ich wusste, dass sie zu viel hatte. Ich habe dem Schiedsrichter gesagt: Sie redet viel mit mir und sie ist betrunken. Was willst du deswegen machen?"
Dreifacher Ironman-Sieger braucht drei Operationen
Der dreimalige Ironman-Weltmeister Jan Frodeno ist nach drei Operationen an der Hüfte aus dem Krankenhaus entlassen worden. "Ich bin aufgeregt, dass ich nach Hause darf", sagte der 41-Jährige in einem Instagram-Video. Er fühle sich "lebendig und munter". Nun sei es "an der Zeit, wieder Laufen zu lernen." Er wolle "mit einer neuen Perspektive, etwas Sonnenlicht und einer Menge Hunger, wieder ganz nach oben kommen".
Frodeno hatte sich in den vergangenen zwei Wochen in Osnabrück bei Spezialist Dr. Casper Grim gleich drei Operationen unterziehen müssen, weil sich seine Hüfte nach einem Sturz beim Rad-Training entzündete. Wegen der Verletzung fehlt der Athlet des LAZ Saarbrücken beim Ironman Hawaii am 8. Oktober, im kommenden Jahr geht er seine letzte Karrieresaison an.
"Fast übernatürlich": Einführer des Pressings erhält speziellen UEFA-Preis
Der ehemalige italienische Ausnahmetrainer Arrigo Sacchi ist von der Europäischen Fußball-Union mit dem sogenannten President's Award ausgezeichnet worden. Damit würdigt die UEFA Sacchis "zahllose taktische Innovationen", wie Präsident Aleksander Ceferin sagte. "Nur sehr wenige Menschen haben die Philosophie des Spiels so umgestaltet wie Arrigo Sacchi das getan hat, so dass der Sport in zwei Epochen unterteilt werden kann - vor und nach Sacchi", lobte Ceferin den 76-jährigen Italiener.
Als Spieler war Sacchi zwar nie erstklassig, als Trainer zählte er dagegen zu den Größten des Kontinents. Öffentliche Aufmerksamkeit erlangte er erstmals Ende der 1980er Jahre, als er beim AC Mailand damals noch als innovativ geltende Elemente wie hohes Pressing und Raumdeckung einführte. Mit seinem neuen Offensivstil führte Sacchi Milan etwa zu zwei Titeln im Europapokal der Landesmeister 1989 und 1990. Als Nationaltrainer wurde er mit Italien 1994 Vizeweltmeister. "Die Spieler agierten perfekt aufeinander abgestimmt und spielten auf Sieg, unabhängig davon, ob sie zu Hause oder auswärts spielten. Das wirkte in den 1980er-Jahren fast schon übernatürlich", sagte Ceferin.
Deutscher Torwart beschimpft eigenen Verteidiger homophob und wird bestraft
Der deutsche Torwart des FC Luzern, Marius Müller, muss wegen einer homophoben Äußerung eine Strafe zahlen. Sie beläuft sich auf 2000 Franken (gut 2000 Euro), wie die Schweizer Fußballliga Swiss Football League (SFL) am Dienstag mitteilte. Zusätzlich bekam Müller einen Tadel, in der Schweiz "Verweis" genannt. Das hat keine unmittelbaren Konsequenzen. Im Reglement heißt es lediglich, dass so ein Verweis aktenkundig bleibt und im Falle einer weiteren Verfehlung straferhöhend berücksichtigt werden könnte.
Der 29 Jahre alte Müller hatte sich am 13. August über die Niederlage seines Vereins gegen den FC St. Gallen in der höchsten Spielklasse der Schweiz geärgert und in einem Fernsehinterview abfällig über die Verteidiger seiner Mannschaft geäußert. Sie hätten sich weggedreht statt in den Ball zu gehen, sagte Müller, und benutzte dabei das Wort "schwul" abfällig. Der Verein und Müller selbst entschuldigten sich anschließend.
DFB nominiert 21 EM-Heldinnen - und einen Neuling
Nationaltrainerin Martina Voss-Tecklenburg setzt für die noch zwei ausstehenden Qualifikationsspiele zur Frauenfußball-Weltmeisterschaft 2023 in Australien und Neuseeland auf 21 Vize-Europameisterinnen. Lediglich die verletzte Abwehrchefin Marina Hegering (VfL Wolfsburg) und die aus privaten Gründen verhinderte Ersatztorfrau Ann-Katrin Berger (FC Chelsea) fehlen im Aufgebot, das der Deutsche Fußball-Bund (DFB) in Frankfurt/Main bekanntgab.
Für die beiden Auswärtsbegegnungen am 3. September (14.45 Uhr) in der Türkei und drei Tage später in Bulgarien (18.30 Uhr) nominierte Voss-Tecklenburg in Martina Tufekovic, Jana Feldkamp (beide TSG Hoffenheim) und Sjoeke Nüsken (Eintracht Frankfurt) drei Nicht-EM-Fahrerinnen in den 24-köpfigen Kader. Ersatztorfrau Tufekovic ist dabei einziger Neuling. Dzsenifer Marozsan (Rekonvaleszenz nach Kreuzbandriss) und Melanie Leupolz (Schwangerschaft) fehlen weiterhin.
BVB fehlen weiterhin zwei Top-Stars
Borussia Dortmund muss im Spiel am Samstag (15.30 Uhr/Sky) bei Hertha BSC wohl erneut auf Donyell Malen verzichten. Der niederländische Angreifer, der schon beim 2:3 gegen Bremen nicht zur Verfügung gestanden hatte, fehlte aufgrund anhaltender muskulärer Probleme erneut beim Training des Fußball-Bundesligisten. Ebenfalls nicht dabei war Nationalspieler Karim Adeyemi. Der Neuzugang aus Salzburg sollte eigentlich schon gegen Bremen sein Comeback feiern, kann aber wegen einer Fußverletzung noch immer nicht voll belastet werden.
Bei Mahmoud Dahoud stehen die Chancen auf einen Einsatz in Berlin etwas besser. Der Mittelfeldspieler, der am Samstag mit einer Schulterblessur in der Halbzeit ausgewechselt werden musste, trainierte individuell. Sollte Dahoud ausfallen, könnte der vom 1. FC Köln verpflichtete Salih Özcan erstmals in die Startelf rücken.
Vor Ovtcharov und Boll: Neuer Europameister ist jetzt bester Deutscher der Weltrangliste
Der frischgebackene Tischtennis-Europameister Dang Qiu ist erstmals bestplatzierter deutscher Spieler in der Weltrangliste. Der 25-Jährige von Borussia Düsseldorf verbesserte sich durch seinen Triumph in München im WTT-Ranking um vier Plätze und ist nun Neunter.
Hinter Qiu liegt der Olympiadritte Dimitrij Ovtcharov auf Rang zehn (zuvor neun), Rekord-Europameister Timo Boll wird auf Platz 14 geführt. Beide waren in München im Viertelfinale ausgeschieden, Boll unterlag dabei gegen Qiu.
Weltranglistenerster bleibt der dreimalige Weltmeister Fan Zhendong aus China.
Bei den Frauen fiel Nina Mittelham nach ihrer Verletzungs-Aufgabe im EM-Finale um einen Platz auf Rang 13 zurück. Beste Deutsche in der von der Chinesin Sun Yingsha angeführten Wertung ist Han Ying als Achte.
Saison-Anpfiff: Ukrainische Fußball-Liga startet mit Schutzraum-Pflicht
Erstmals seit Kriegsbeginn wird im Kiewer Olympijskyj-Stadion Fußball gespielt. Die ukrainische Profi-Liga nimmt den Betrieb ohne Fans auf den Tribünen und mit überarbeitetem Regelwerk wieder auf. Symbolisch treten zuerst die Teams an, deren Heimatorte am stärksten unter dem Krieg gelitten haben.
Promoter heizt möglichen Mega-Fight zwischen Fury und Usyk an
Die Box-Welt darf tatsächlich auf ein direktes Duell der beiden Schwergewichts-Weltmeister Tyson Fury und Oleksandr Usyk hoffen. Frank Warren, Co-Promoter des "Gypsy King", bestätigte gegenüber englischen Medien entsprechende Berichte. "Tyson hat sich entschieden und will diesen Kampf. Auch Usyk will diesen Kampf. Wir müssen einen Weg finden, damit es auch passiert", bestätigte Warren bei Sky Sports, dass der große Titel-Vereinigungskampf zwischen den beiden Superstars wirklich steigen könnte.
Es werde sich "alles ums Geld drehen", nannte Furys Co-Promoter die größte Hürde auf dem Weg zu einem Kampf der beiden Weltmeister. "Am Ende geht es darum, dass sich der Kampf für beide lohnt. Sie haben gesehen, wie viel Geld den Golfern gegeben wurde", sagte Warren mit Verweis auf die Golf-LIV-Tour, die von den Saudis veranstaltet wird und die Teilnehmer mit Antrittsgebühren im dreistelligen Millionenbereich geködert hat.
Dass der Kampf in Saudi-Arabien stattfinden könnte, liegt laut Warren nahe. "Dort gibt es großes Interesse. Sie haben sich positioniert und gesagt, dass sie groß ins Boxen einsteigen wollen. Und etwas Größeres als das gibt es in der Box-Welt nicht."
DFB-Sportgericht sperrt HSV-Profi nach üblem Tritt
Aaron Opoku ist vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) für fünf Spiele gesperrt worden. Der Zweitliga-Profi vom Hamburger SV hatte sich bei der 1:2-Niederlage gegen Darmstadt 98 am Freitag mit einem Tritt gegen Fabian Holland die Rote Karte eingehandelt.
Der HSV stimmte dem Urteil zu, die Sperre könnte Opoku allerdings bei einem anderen Klub absitzen. Medienberichten zufolge hat Liga-Konkurrent 1. FC Kaiserslautern Interesse an einer Verpflichtung des 23 Jahre alten Verteidigers.
Bei Kampf um neuen Vertrag: Schumacher bekommt neues Paket für Boliden
Mick Schumacher kann für den ersten Grand Prix nach der Formel-1-Sommerpause auf Fortschritte bei seinem Haas hoffen. Teamchef Günther Steiner kündigte vor dem Großen Preis von Belgien am Sonntag (15 Uhr im ntv.de-Liveticker) an, dass sowohl der Deutsche als auch dessen dänischer Teamkollege Kevin Magnussen in Spa-Francorchamps das komplette Paket mit Neuerungen für ihre Autos erhalten würden.
Haas hatte im letzten Rennen vor der kurzen Urlaubspause in Ungarn am VF-22 von Magnussen erste Daten zu dem ersehnten Upgrade gesammelt und anschließend ausgewertet. Schumacher hofft für die zweite Saisonhälfte auf "mehr Punkte" als in der ersten. Der 23-Jährige sammelte bislang zwölf Zähler und kämpft um ein Stammcockpit für die kommende Saison.
Rasen verseucht: Pokalspiel des Titelverteidigers ist fraglich
Die Austragung des nach Dessau verlegten Pokalspiels zwischen Fußball-Viertligist Teutonia Ottensen und Titelverteidiger RB Leipzig ist nach einer Verseuchung des Rasens fraglich. Wie die "Bild" berichtet, haben Unbekannte eine offenbar giftige Substanz im Paul-Greifzu-Stadion auf den Platz gekippt, die den Rasen eingehen lässt. Betroffen sind beide Strafräume sowie der Mittelkreis.
Die Polizei ermittelt wegen Sachbeschädigung. Das Spiel ist für den 30. August (20.45 Uhr/ZDF und im ntv.de-Liveticker) terminiert.
Beide Klubs arbeiten zusammen mit dem DFB an einer Lösung des Platzproblems. Derzeit ist der Platz wohl nicht bespielbar, die von dem Anschlag betroffenen Stellen sind braun statt grün. Ein Tausch des Heimrechts ist nicht möglich.
Dabei gestaltete sich die Suche nach einem Spielort für Ottensen bereits als schwierig. Das eigene Stadion darf aufgrund des Kunstrasens nicht genutzt werden, der FC St. Pauli und der Hamburger SV wollten ihre Arenen nicht für ein Spiel gegen RB Leipzig zur Verfügung stellen. Somit sollte der Umzug ins fast 400 Kilometer entfernte Dessau erfolgen.
Klopp: "Wenn man pervers ist, schaut man sich die Tabelle an"
Jürgen Klopp legt mit seinem FC Liverpool in der Premiere League einen überraschenden Fehlstart hin. Nach drei Spielen ohne Sieg rangieren die "Reds" auf Platz 16. Das schmerzt den Coach sichtlich, doch Klopp will die Niederlage gegen Manchester United nicht überbewerten.
Vier Jahre, einige Millionen: Manchester will heute sein Angebot für Trapp einreichen
Manchester United soll nach Informationen des "Kicker" Nationaltorhüter Kevin Trapp einen Vierjahresvertrag anbieten. Ein Angebot soll heute bei den Hessen eingehen und im hohen einstelligen Millionenbereich liegen. Der Stammkeeper des Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt wolle die Offerte annehmen, hieß es.
Laut Sport1 habe United offiziell um Erlaubnis gebeten, mit Trapp zu verhandeln. Eintracht-Sportvorstand Markus Krösche habe zugestimmt.
Manchester United will mit dem Transfer des 32-jährigen seine Defensive stärken. Das sei eine "schöne Rückmeldung", sagte Trapp beim "SportBild Award", mehr könne er dazu aber nicht sagen.
Trapp hat beim Europa-League-Sieger einen Vertrag bis 30. Juni 2024 und galt bislang nicht als Verkaufskandidat. Trainer Oliver Glasner, der mit Trapp bei der Gala in Hamburg war, geht von einem Verbleib Trapps aus. Bis zum Transferschluss am 1. September sei jedoch "alles möglich": "Ich mache mir keine Sorgen, aber ich habe mir öfters schon keine Sorgen gemacht - und dann war der Spieler weg. Wie bei Filip Kostic." Kostic wechselte zu Juventus Turin.
Mihambo betont "olympische Werte": Spiele nur unter bestimmten Bedingungen
Weitsprung-Olympiasiegerin Malaika Mihambo richtet in der aktuellen Debatte über eine mögliche deutsche Olympia-Bewerbung den Blick über das Großereignis hinaus. Natürlich würde sie sich über Olympische Spiele in Deutschland freuen, sagte die Vize-Europameisterin beim "Sport Bild"-Award in Hamburg, "wichtiger" sei es ihr aber, "dass die olympischen Werte, die dahinterstehen, in Deutschland gelebt werden".
Mihambo nannte "Toleranz, Fair Play, voneinander lernen, den Austausch der Kulturen und Sportarten" als Ideale. Von Winter- oder Sommerspielen in Deutschland wünscht sie sich, "dass am Ende auch etwas für die Bevölkerung bleibt und es einen prägenden, positiven Einfluss hat".
Die erfolgreichen European Championships in München seien "ein Schritt" zu den ersten Spielen in Deutschland seit 1972 gewesen, sagte Mihambo, "es ist schön, dass wieder darüber nachgedacht wird. Ich würde mich freuen, wenn man das mit Herz füllt."
Verdacht des tätlichen Übergriffs: Tennis-Rüpel Kyrgios muss im Oktober vor Gericht
Der australische Tennisprofi Nick Kyrgios muss sich am 4. Oktober vor Gericht verantworten. Diesen Termin legte eine Richterin in der australischen Hauptstadt Canberra am Dienstag fest, nachdem sie einen Antrag auf erneuten Aufschub abgelehnt hatte. Kyrgios wird ein tätlicher Übergriff vorgeworfen. Ursprünglich war der Wimbledonfinalist für den 2. August vor das Amtsgericht vorgeladen gewesen, sein Anwalt hatte aber einen dreiwöchigen Aufschub erwirken können.
Während Wimbledon war bekannt geworden, dass Kyrgios Körperverletzung nach einem Vorfall im Dezember 2021 unterstellt wird. In Wimbledon hatte sich Kyrgios auf Anraten seiner Anwälte nicht zu den Vorwürfen geäußert.
Kyrgios, der sich auf die US Open vorbereitet, wurde am Dienstag durch seinen Anwalt Michael Kukulies-Smith vertreten, der den Termin bis Ende November aufschieben wollte. Richterin Louise Taylor sagte jedoch, dass sie aus unbekannten Gründen um eine Vertagung des Falles gebeten worden sei.
"Verhältnisse längst nicht so weit wie bei den Männern": Was Popp sich wünscht
Fußball-Vizeeuropameisterin Alexandra Popp sieht die Weichen gestellt für eine größere Anerkennung des Frauenfußballs in Deutschland. "Wir haben den Grundstein mit einem sehr guten EM-Turnier in England gelegt", sagte die Spielerin des VfL Wolfsburg vor der Verleihung des "Sport Bild"-Award in Hamburg. "Noch sind die Verhältnisse längst nicht so weit wie bei den Männern", meinte sie und äußerte eine Hoffnung: "Im besten Fall werden für uns Grundgehälter in der 1. und 2. Liga eingeführt."
Durch größere Anerkennung des Frauenfußballs in der Bevölkerung, in den Medien und in der Wirtschaft sei es hoffentlich möglich, "mehr Gelder zu generieren", sagte die 31 Jahre alte Torjägerin.
Im ersten Moment sei nach dem verlorenen Finale bei der EM gegen England die Enttäuschung riesig gewesen, bekannte die 119-malige Nationalspielerin. "Aber wenn man zur Ruhe kommt und alles Revue passieren lässt, was man erreicht hat, dann ist man sehr zufrieden."
"Beste Mannschaft in Europa": Wovon Salihamidžić am meisten träumt
Hasan Salihamidžić ist nach dem 7:0 des deutschen Rekordmeisters FC Bayern München beim VfL Bochum locker und gut gelaunt beim "Sport Bild"-Award" in Hamburg aufgetreten. Auf die Frage, welchen Preis er bei der Ehrung im kommenden Jahr gerne entgegennehmen würde, antwortete Bayerns Sportdirektor mit einem breiten Lächeln: "Den für die beste Mannschaft in Europa".
Die Ziele der Münchner in der Königsklasse sind erstklassig. "In der Champions League wollen wir weit kommen, möglichst ins Finale. Dazu Meisterschaft und Pokal, wir wollen um alle drei Titel spielen", betonte der Ex-Profi.
Ungeachtet des starken Saisonstarts mit drei souveränen Siegen will er von einer Bayern-Übermacht und der drohenden Langeweile in der Bundesliga aber nichts wissen. "Es sind erst drei Spiele gespielt, die Saison ist noch lang", sagte der Ex-Profi.